
Unnatürliche Magnetfelder vermeiden
Die meisten Bauherren wollen möglichst viel Wohnraum aus ihrem Grundriss herausholen und planen zu wenig Platz für das Schlafzimmer ein. Im schlechtesten Fall grenzt das Bett zu nahe an den Heizkörper an. Dabei würde ein Abstand von zwanzig Zentimetern normalerweise ausreichen, um nicht in die Reichweite eines statischen Magnetfelds zu rücken. Das Display des Messgerätes zeigt einen Wert von 78 Nanotesla (nT) an. Das natürliche Magnetfeld der Erde beträgt im Vergleich dazu etwa 45 nT.
Magnetometer ermittelt das Magnetfeld in der Nähe des Heizkörpers
Bei dem elektronischen Magnetometer FVM-400 lässt sich der Messzeiger direkt an die gewünschte Stelle des Bettes dirigieren. Der Messtechniker liest am Display ab, welche Entfernung zum Heizkörper eingehalten werden sollte, um natürliche Bedingungen herzustellen. In den meisten Fällen reicht ein Abstand von zehn bis fünfzehn Zentimeter aus. Bleibt für den Bewohner zu hoffen, dass der Grundriss der Wohnung diese Option noch ermöglicht.

Der Hinweis auf den Grundriss ist der eigentliche Kern: Das Schlafzimmer wird beim Planen fast immer als Restfläche behandelt, und dann steht das Bett dort, wo eben noch Platz war.
Aus der Sicht von jemandem, der Betten fertigt, kommt ein zweiter Punkt hinzu, der sich mit Ihrem Thema berührt: Wie viel Metall im Bett selbst steckt, ist sehr unterschiedlich. Ein Federkern- oder Taschenfederkernkern enthält je nach Größe mehrere hundert Stahlfedern, dazu kommen bei manchen Rahmen Metallwinkel und Federholzleisten mit Metallkappen. Wer aus baubiologischen Gründen darauf achten möchte, findet in Kaltschaum- oder Latexmatratzen auf einem Holzlattenrost eine Bauweise ganz ohne Stahl – das ist im Handel gut verfügbar und kostet nicht mehr.
Und ein praktischer Nebeneffekt der zwanzig Zentimeter Abstand, unabhängig von der Messung: Direkt am Heizkörper trocknet die Matratzenkante einseitig aus, die Schaumkante wird spröder und der Bezugsstoff bleicht auf dieser Seite schneller aus. Der Abstand tut dem Bett also auch rein materialtechnisch gut.
Viele Grüße, Peter