Meteorologen sind sauer auf 5G

Meteorologen beobachten 5G mit Sorge
Meteorologen blicken mit Sorge zum Himmel, denn Mobilfunk 5G stört vermutlich die Wetterprognosen empfindlich.

Präzise Wettervorhersagen stützen sich auf feinste elektromagnetische Wellen aus der Atmosphäre. So fangen Wettersatelliten die extrem niedrigen Funksignale von Wasserdampf auf und ermöglichen dadurch Prognosen für Starkwetterereignisse im Flächenbereich von rund fünfzig Kilometern. Die abgestrahlten Mikrowellen liegen im Signalbereich von 23,6 bis 24 Gigahertz (GHz). Ausgerechnet dieses Frequenzsegment beansprucht die Internationale Telekommunikation Union (ITU) seit ihrer Weltkonferenz im Jahr 2019 für sich, um die Mobilfunktechnologie 5G über Satelliten zu betreiben.
Seitdem liegt die World Meteorological Organisation (WMO) im Clinch mit der Mobilfunkindustrie. Durch leistungsstarke 5G-Signale können die schwachen Impulse der gasförmigen Wassertröpfchen nicht mehr aufgenommen werden. Aber der Ärger geht noch weiter, denn als nächstes will die ITU auch den Bereich von unter 40 GHz nutzen. Dort bestimmen die Meteorologen zur Zeit das Wolkenwasser quantitativ. Auch die Klimaforschung wäre von dem Abweichen der Trendlinie betroffen. Seit 1980 geben Messreihen auf der Basis von Wasserdampf wichtige Hinweise für die langfristige Klimaentwicklung.
So schnell will die WMO aber nicht das Handtuch werfen. Zusammen mit den nationalen Wetterdiensten pocht die Weltorganisation auf strengere Auflagen für Mobilfunkindustrie.
Links zum Thema:
https://www.dw.com/de/macht-5g-mobilfunk-die-wettervorhersage-kaputt/a-52328574
https://public.wmo.int/en/media/news/wmo-expresses-concern-about-radio-frequency-decision
https://www.itu.int/en/ITU-R/conferences/wrc/2019/Pages/default.aspx Weltkonferenz WCR-19

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