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Allgemeines
Gründächer ...
- sind optisch ansprechend
- können das Kleinklima verbessern
- Schadstoffe und Stäube binden
- bieten sommerlichen Wärmeschutz
- verlängern die Lebensdauer der Dachabdichtung
auf das Doppelte
- halten große Teile des Niederschlages zurück
- sparen damit unter Umständen Abwasser- und
Versiegelungsgebühren
- bieten trockenverträglichen Pflanzen und
Kleintieren neue Lebensräume
- helfen Elektrosmog von Mobilunksendern
abzuschirmen
- sind besonders geeignet für Flach- und
Pultdächer, aber auch Steildächer können begrünt werden
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DachaufbauHinweis:
Hier wird nur die umweltgerechte "extensive Dachbegrünung" besprochen
- Statik
Jedes Dach, das bekiest werden kann, ist von der statischen Belastbarkeit auch begrünbar.
Mit leichten
Sonderbauweisen sind Dächer ab einer Dachlast von ca. 40 kg begrünbar. Eine zusätzliche
Belastung von 60 bis 120 kg/m2 (im wassergesättigten Zustand) ist jedoch besser.
- Dachabdichtung
Die Dachabdichtung muß mit wurzelfesten Dachabdichtungsmaterialien abgedichtet werden.
Dabei sollte Wert auf umweltverträgliche Materialien gelegt werden. PVC-Dachabdichtungen
sollten aufgrund der Gehalte an
umweltschädlichen Weichmachern und an Chloriden nicht verwendet werden.
- Schutzlage
Die Dachabdichtung muß zum Schutz vor mechanischen Beschädigungen mit einer Schutzlage
von min. 300g/m2
Flächengewicht geschützt werden. Bevorzugt sollten dickere synthetische Schutzvliese
verwendet. Diese schützen preiswert besser und speichern zudem relativ viel Wasser.
Schutzlagen müssen in mit ausreichender Überlappung von mind. 10, besser 20 cm verlegt
werden.
- Dränageschicht
Überschusswasser muss zügig und sicher abgeführt werden. Die Dränschicht sollte
durchwurzelbar sein und
möglichst viel pflanzenverfügbares Wasser speichern können. Geeignetes Material sind
offenporige natürliche leichte Mineralsotffe wie Lava und Bims. Energieaufwendig
künstlich geblähte Materialien wie Blähton und Blächschiefer sollten nur in
Ausnahmefällen, bei denen es auf starke Gewichtsersparnis ankommt, eingebaut werden. Kies
als Dränage ist schwer und speichert kaum Wasser. Strukturierte Schutzvliese können
ebenfalls Funktion der Dränageschicht übernehmen und zusätzliches Wasser speichern.
- Filterschicht
Die Filterschicht verhindert, dass Feinteile aus der Vegetationstragschicht in die
Dränschicht und in die
Entwässerungsleitungen ausgewaschen werden. Synthetische Filtervliese mit einer
Stärke von 80-150 g/m2 erfüllen diese Aufgaben. Die Filtermatten müssen an den Stössen
10 bis 20 cm überlappen. Bei sogenannten Einschichtbegrünungen (dränagefähiges
Einschichtsubstrat mit wenig organischen Anteilen, aber auch rel. geringer
Wasserspeicherfähigkeit) entfällt die Filterschicht.
- Vegetationstragschicht
Für die Vegetationstragschicht sind herkömmlicher Gartenboden und Blumenerden im
Regelfall ungeeignet.
Dachbegrünungssubstrate bestehen aus überwiegend mineralischen Schüttstoffen mit
geringen Anteilen an
organischer Substanz. Substrate auf Basis natürlicher Mineralien (z. B. Lava und Bims)
mit möglichst hoher
Wasseerspeicherfähigkeit sind aus ökologischen Gründen anderen Materialien vorzuziehen.
Als organischer Anteil soll keinesfalls Torf, sondern Kompost oder Rindenhumus beigefügt
sein. haben sich Mineralstoffe aus Lava 0-8 mm bzw. gebrochener Blähton 0-8 mm mit einem
Zusatz von 10 bis 20 % Einheitserde.
- Vegetation
Die Vegetation auf extensiv begrünten Dächern besteht aus Durst- und
Hungerkünstlern, die an die extremen
Verhältnisse auf dem Dach angepasst sind. Die Art der Vegetation hängt von der
Schichtdicke der Dachbegrünung, der Güte des Substrates und damit letztendlich vom
Wasserdargebot ab. Je dicker die Schichtdicke, desto anspruchsvollere Pflanzen können
etabliert werden. Faustregeln: Moos-Sedum-Begrünungen 6-8 cm,
Sedum-Moos-Kraut-Begrünungen 8-10 cm, Sedum-Gras-kraut-Begrünungen 10-15 cm,
Gras-Kraut-Begrünungen (Trockenrasen, Grasdächer)
ab 15 cm.
- Vegetationsansiedlung
Die Vegetation kann durch Samen, durch Ansaat von Sedumsprossen, durch Pflanzung von in
Mineralsubstrat
vorkultivierten Stauden oder durch Verlegung vorkultivierter Vegetationsmatten angesiedelt
werden. Letztendlich ist dies eine Frage des Geldbeutels und der Zeit: Ansaaten sind
billig, brauchen aber bis zu 2-3 Vegetationsperioden Zeit zum einwachsen.
Pflanzung ist teurer und Vegetationsmatten sind die teuerste, aber auch direkt
fertige Variante. Bei Schrägdächern sind Vegetationsmatten wegen dem sofortigen
Erosionschutz und der Lagesicherheit erste Wahl.
- Pflege
Bis die Vegetation eingewachsen ist, ist in trockenen Zeiten evtl. Beregung
empfehlenswert. Zuviel des Guten
verweichlicht die Pflanzen. Danach ist nur ab und an bei Nährstoffmangel die
Sedumpflanzen zeigen diesen bei
guter Wasserversorgung ducht rote Blattfärbung an die vorsichtige Düngung mit
nachhaltigen Düngern nötig. Ein- bis zweimal im Jahr muß Gehölzanflug ausgerissen und
die Funktionsfähigkeit der Entwässerung geprüft werden.
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