{"id":446,"date":"2019-03-21T14:45:03","date_gmt":"2019-03-21T13:45:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.baubiologie-regional.de\/shortnews\/?p=446"},"modified":"2019-04-07T17:06:03","modified_gmt":"2019-04-07T15:06:03","slug":"sieben-jahre-bis-zum-ausbruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.baubiologie-regional.de\/shortnews\/2019\/03\/sieben-jahre-bis-zum-ausbruch\/","title":{"rendered":"Sieben Jahre bis zum Ausbruch"},"content":{"rendered":"<h3>Der gef\u00e4hrlichste Gehirntumor w\u00e4chst zun\u00e4chst langsam<\/h3>\n<p>&#8222;Glioblastome sind die h\u00e4ufigsten b\u00f6sartigen Hirntumoren beim Erwachsenen&#8220;, sagt Peter Lichter vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Sie wachsen unstruktiert in das Hirngewebe ein. Den \u00c4rzten gelingt es in den wenigsten F\u00e4llen, den Tumor komplett zu entfernen. Die Gefahr einer R\u00fcckkehr gilt trotz Bestrahlung und Chemotherapie als sehr wahrscheinlich. Forscher im DKFZ errechneten nun anhand von mathematischen Modellen, dass sich der Tumor bereits bis zu sieben Jahre im Kopf langsam entwickelt haben k\u00f6nnte. Doch erst ein bestimmter Ausl\u00f6ser sorgt daf\u00fcr, das ein ungebremstes Wachstum einsetzt.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h3>Wenn der Genschalter f\u00fcr das Telomerase-Gen dauerhaft aktiviert wird<\/h3>\n<p>Verena K\u00f6rber, die Erstautorin der Studie, erkl\u00e4rt die Zusammenh\u00e4nge folgenderma\u00dfen: W\u00e4hrend ihrer fr\u00fchen Entwicklung weisen alle untersuchten Glioblastome mindestens eine von drei charakteristischen Erbgutver\u00e4nderungen auf: Zugewinn des Chromosom 7, Verlust auf Chromosom 9p oder 10. Diese Chromosomen-Verluste- oder Zugewinne stehen im Zusammenhang mit bekannten, spezifischen &#8222;Treiber-Mutationen&#8220;, die die Krebsentstehung f\u00f6rdern. Das rasante Gr\u00f6\u00dfenwachstum nehmen die Glioblastome erst dann auf, wenn zus\u00e4tzlich eine Mutation den Genschalter f\u00fcr das Telomerase-Gen dauerhaft aktiviert. Das Enzym Telomerase sorgt daf\u00fcr, dass die Krebszellen sich nun unendlich teilen k\u00f6nnen und nicht nach einer gewissen Zahl von Zellteilungen an ihr nat\u00fcrliches Limit kommen und absterben. In gesunden Zellen ist das Gen f\u00fcr die Telomerase daher in der Regel nicht aktiv. W\u00e4hrend ihres exponentiellen Wachstums sammeln sich in den Krebszellen zahlreiche weitere Mutationen an.<\/p>\n<h3>Weitere Informationen<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news712598\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">https:\/\/idw-online.de\/de\/news712598: Die Evolution von Hirntumoren<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S1535610819301023\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S1535610819301023 DOI: 10.1016\/j.ccell.2019.02.007<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/microwavenews.com\/news-center\/gbm-frontal-and-tempral-lobes\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">https:\/\/microwavenews.com\/news-center\/gbm-frontal-and-tempral-lobes<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der gef\u00e4hrlichste Gehirntumor w\u00e4chst zun\u00e4chst langsam &#8222;Glioblastome sind die h\u00e4ufigsten b\u00f6sartigen Hirntumoren beim Erwachsenen&#8220;, sagt Peter Lichter vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). 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