
Der Lärmpegel ist eine logarithmische Größe -
Für die Schallpegelmessung wird der Schalldruckpegel (englisch: SPL = Sound Pressure Level) als eine logarithmische Einheit in Dezibel ausgedrückt. Der Wert spiegelt das Verhältnis zweier Größen (p und p0) wider. "p" ist der gemessene Schallpegel und "p0" ist der Referenzwert in Höhe von 20 Mikro-Pascal (µPa), welcher der menschlichen Hörschwelle entspricht. Bei Schallpegelmessgeräten wird der Wert standardmäßig als positiver Wert angezeigt (siehe Foto links). Zwei Beispiele dazu: ein SPL von 30 Dezibel (dB) ist sehr leise, wie flüstern. Ein SPL von 100 dB ist sehr laut und kann bereits unser Gehör schädigen. Der Schalldruckpegel ist somit immer eine positive Zahl.Warum die Lautstärke auch negativ dargestellt werden kann
Entscheidend für die Darstellungsweise ist der Referenzwert. Wie oben erwähnt, ist bei Anwendung des Schalldruckpegels der Referenzwert 20 µPa. In digitalen Audiosystemen wie dem Softwareprogramm RX11 der Firma iZotope, in Tonstudios oder bei zahlreichen Apps im Smartphonebereich wird der Pegel relativ zum maximal möglichen digitalen Pegel gemessen. Der Referenzwert wird als "Full Scale" bzw. dBFS bezeichnet, wobei 0 dBFS das Maximum ist – alle Werte darunter sind negativ. Ein negativer dB-Wert bedeutet somit nicht "weniger als nichts" – sondern einfach nur "unterhalb der Referenz".Noch einmal in der Übersicht:
dB SPL: 20 µPa (Luftdruck); Werte von 0 bis 120 dB
dBFS: Digitales Maximum; minus Unendlich bis null dB (- ∞ bis 0 dB)
Wie lassen sich die Werte vergleichbar machen bzw. umrechnen?
Eine direkte Umrechnung ist nicht möglich, sondern im besten Fall eine Schätzung. Mit Hilfe des oben erwähnten Programms RX11 kann man sich dem Umrechnungswert annähern, in dem man eine "Kalibrierung" durchführt: Man nimmt eine bekannte Schallquelle auf, z.B. 94 dB mit dem SPL Kalibrator. Dann überträgt man die Audiodatei in das Programm RX11 ein und liest ab, welcher Wert in der Software angezeigt wird.Diese "Kalibrierung" lässt sich vereinfacht mit einem Smartphone durchführen. Die gleiche Schallquelle wird parallel mit dem Schallpegelmesser und mit der Smartphone-Software gemessen. Die Differenz kann man als Umrechnungswert bei Vergleichsmessungen zwischen den oben genannten Geräten verwenden. Als grobe Annäherung gilt ein Differenzwert von 110. Wenn beispielsweise der Schallpegelwert 30 dB beträgt, entspricht dies einem Audiowert von -80.
Weitere Informationen
www.izotope.com/www.umweltmesstechnik-bayreuth.de/schall/schallpegelmessung.php









