Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 14.11.2018

 

Zusammenschluss mobilfunkkritischer Bürgerinitiativen in Oberfranken

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22.11.2005 - Am Freitag, 18.11.05, fand in Kulmbach ein erstes Treffen oberfränkischer mobilfunkkritischer Bürgerinitiativen statt. Dabei waren Vertreter aus den Landkreisen Bamberg, Bayreuth, Coburg, Hof, Kulmbach und Lichtenfels anwesend.

Während die Mobilfunkbetreiber bestens organisiert sind und bundesweit agieren, beschränkte sich der Aktionsradius der Bürgerinitiativen bisher auf lokaler Ebene. Dieser Zustand soll sich durch eine Verknüpfung der Initiativen nun ändern.

Zunächst berichteten die Vertreter der einzelnen Gemeinden über ihre Versuche dem ungezügelten und flächendeckenden Netzausbau entgegen zu wirken. Dabei zeigte sich, dass manche Kommunen die Problematik, die mit dem Mobilfunk entsteht, zunehmend ernst nimmt.

So hat zum Beispiel der Stadtrat in Kronach beschlossen den Betreibern keine weiteren Liegenschaften zur Verfügung zu stellen. Ebenso versucht der Lichtenfelser Stadtrat durch ein so genanntes Standortkonzept die Antennenstandplätze so festzulegen, dass die Bevölkerung möglichst wenig Strahlenbelastung ausgesetzt ist.

Andere Kommunen hingegen fahren eher auf Betreiberkurs, den Sorgen der Bürger wird hier kaum Gehör geschenkt. So klagten die Vertreter aus Hof, Bamberg und Coburg darüber, dass der Mastausbau bedingungslos vorangetrieben und durch die Kommune noch unterstützt wird.

Die Ärzteinitiative „Bamberger Appell“ war durch ihre Sprecherin Frau Dr. med. Waldmann-Selsam vertreten. Die Ärztin wies daraufhin, dass der Bamberger Appell mittlerweile von mehr als 350 Medizinern in Oberfranken unterschrieben wurde. Die Ärzte fordern darin u. a. den sofortigen Ausbaustopp der derzeitigen Mobilfunktechnologie.

Dr. Waldmann-Selsam berichtete weiter, dass Ärzte in Oberfranken und andernorts äußerst beunruhigende Beobachtungen bei Patienten im Umfeld von Mobilfunksendeanlagen gemacht haben. Weit unterhalb der Grenzwerte erkranken viele Menschen an einem neuen Krankheitsbild, das durch Symptome wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Hörsturz, u. a. definiert ist.

Die Ärztin bemängelte weiter, dass die zunehmende Problematik des Mobilfunks von politischen Entscheidungsträgern weitgehend ignoriert wird. Spärlich seien auch die kritischen Medienberichte, obwohl es in der Deutschen Geschichten kaum ein Problem gab, was die Gründung von so vielen Bürgerinitiativen zur Folge hatte.

Abschließend beschlossen die Teilnehmer sich nun im Rahmen des neu gegründeten Forums regelmäßig zu treffen, um Aktionen wie z.B. die Durchführung einer Großdemonstration zu planen.

Das nächste Treffen ist am 20.1.06 geplant. Dabei soll eine Vereinsgründung angestrebt werden.

Anspechpartner sind Sven Eisele (Tel. 09571-73355) oder Joachim Weise (Tel. 0921-7412744).







 


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