Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 16.12.2017

 

WLAN – kleine Antenne mit großer Wirkung

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WLAN – kleine Antenne mit großer Wirkung
15.06.2012 - Regelrecht verblüfft waren die Besucher am Stand der Bürgerinitiative Mobilfunk Hof, wenn es um Fragen zur Strahlungsintensität von WLAN-Routern ging. Die gängige Vorstellung des Risikopotenzials richtet sich offenbar an der Antennengröße aus. So wirkt der gewaltige Antennenbaum einer Mobilfunkbasisstation in beispielsweise vierhundert Metern Entfernung wesentlich bedrohlicher als ein kleiner Sender im Wohnzimmer.

Doch weit gefehlt: Der WLAN-Router erzeugt je nach Fabrikat umd Einstellung eine Hochfrequenzbelastung von 1.000 bis 10.000 µWatt/m2 in wenigen Metern Entfernung. Externe Mobilfunkbasisstationen können zwar ebenfalls Imissionen von 10.000 µWatt/m2 und mehr bewirken, wenn sie nahe genug am Wohnhaus installiert sind und auf horizontaler Ebene bzw. tiefer liegen.

Aber Messungen von Baubiologen zeigen immer wieder auf, dass hausinterne Mobilfunksender wie WLAN-Router und Basisstationen von DECT-Schnurlostelefonen überdurchschnittlich oft stärke Immissionen verursachen.

Zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken sollten die WLAN-Router deshalb nur während der Computernutzung aktiv sein und insbesondere während der Nachtruhe abgeschaltet werden.

Die Abkürzung WLAN steht für „wireless local area network“ und definiert ein drahtloses lokales Netzwerk zur Verteilung elektronischer Datenpakete von einer externen Schnittstelle auf die Computer im eigenen Haus. Der Anwender verzichtet bei der Funklösung auf die Stabilität und gesundheitliche Unbedenklichkeit einer verkabelten Datenübertragung.

Die Bürgerinitiative Mobilfunk Hof informierte anlässlich des Umwelttages am 10. Juni 2012 über gesundheitliche Risiken im Zusammenhang mit Funkstrahlung. Die Dichte und Masse von Sendemasten im Stadtgebiet Hof wurde anhand von zwei Übersichtstafeln überzeugend dargestellt. Die Bürgerinitiative zeigte erstmals den Flyer „Mobilfunkstrahlung - ein besonderes Risiko für Kinder und Jugendliche“ als Gemeinschaftsarbeit verschiedener Umweltorganisationen wie Diagnose Funk, Kompetenzinitiative und anderer. Der nächste Hofer Umwelttag findet am 2. Juni 2013 statt.

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