Baubiologie und Oekologie

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Bayreuth, 21.09.2018

 

Vorsicht beim Einsatz von Energiesparlampen

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Vorsicht beim Einsatz von Energiesparlampen
02.09.2007 - Die australische und die englische Regierung wollen bei der Energieeinsparung Nägel mit Köpfen machen und die bewährte Glühbirne per Gesetz verbieten lassen. Der deutsche Umweltminister könnte sich mit dieser Idee offenbar sehr anfreunden. Deshalb soll in diesem Artikel eindringlich vor dem unbedachten Einsatz der Sparlampe gewarnt werden.

Der schweizer Messtechniker Peter Schlegel sieht die Vorteile beim Dauereinsatz etwa in Korridoren, Kellern und im Aussenbereich. Dies sind Bereiche, in denen sich Menschen eher selten aufhalten.

Auf keinen Fall sollten Energiesparlampen im Nahbereich des Kopfes eingesetzt werden, z.B. als Nachttisch-, Schreib- und Leseleuchten. Als hauptsächliche Gesundheitsprobleme haben sich Konzentrationsschwierigkeiten, Augenprobleme, Schwindelgefühle und Unwohlsein herausgestellt.

Ein Betroffener schrieb an Peter Schlegel: „Mit Enthusiasmus hatte ich Energiesparlampen gekauft in der Absicht, wenigstens einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Leider musste ich, obwohl ich es lange nicht wahrhaben wollte, feststellen, dass ich mich mehr und mehr schlecht fühlte, wenn ich abends unter der Stehleuchte mit Sparlampe las. Meine Augen wurden bleischwer, ich konnte samt Brille kaum mehr sehen. Im Nacken fröstelte es mich und gleichzeitig schwitzte ich. Nachher lag ich todmüde im Bett, aber konnte nicht schlafen. Hinzu kam eine nie gekannte Gedankenleere.“

Worin liegen die technischen Ursachen der Gesundheitsprobleme ?

Jede Energiesparlampe ist nichts an­deres als eine kompakte Fluoreszenzröhre, im Volksmund fälschlich „Neonlampe“ bezeichnet. Sie enthält ein elektronisches Vorschaltgerät, wie es auch bei den Fluoreszenzröhren in der Leuchte eingebaut ist. Dieses Vorschaltge­rät wandelt die 50 Hertz-Netzstromfrequenz in eine solche von z.B. 40 Kilohertz um. Dabei entsteht ausserdem eine nieder­frequente periodische Pulsung von 100 Hertz – eine Fre­quenz, wie sie beispielsweise ein langsam eingestellter Schlagboh­rer hat. Diese Pulsung ist bei einzelnen Lampenfabrikaten sehr aus­geprägt, wie zum Beispiel im nebenstehenden Messdiagramm.



Das Messdiagramm zeigt die einzelnen Impulse. Es sind deren 100 pro Sekunde. Jede Energiesparlampe ist also ein kleiner Hochfrequenzsender, der einen 100 Hertz-Ton in die Runde sendet, solange die Lampe einge­schaltet ist. Dieser Ton kann am Messgerät hörbar gemacht werden.

Neben diesem hochfrequenten elektrischen Feld erzeugen die Energiesparlampen auch ein mehrfach höheres niederfrequentes 50 Hz-Wechselfeld als die gewöhn­lichen Glühbirnen. Natürlich kann eine ganze Leuchte mit Glühbirne (z.B. eine Nachttisch­leuchte) ebenfalls ein sehr starkes niederfrequentes elektrisches Wechselfeld erzeugen, gleichgültig, ob ein- oder ausgeschaltet. Die Ursache sind dann aber das metallene Leuchtengestell und das bis zur Birne eingezogene Elektrokabel. Die Glühbirne allein würde nur ein schwaches Feld erzeugen. Gut geerdete Leuchten mit abgeschirmtem Anschlusskabel sind daher sehr feldarm.

Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus ?

Die Medien müssen die oben erläuterten Tatsachen zur Kenntnis nehmen und sachlich darüber berichten. Die Lampenindustrie versäumt keine Gelegenheit, die Unbedenklichkeit der Energiesparlampe zu verkünden. Sie verweist auf eine Studie des Schweizer Bundesamt für Gesundheit, in welcher die Einhaltung der TCO-Norm bestätigt wird. Die Messergebnisse wurden allerdings mit Messgeräten und Messmethoden ermittelt, die nicht TCO-konform sind.

Die Verbraucherzeitschrift „TEST“ schreibt in der Ausgabe 1/2006: „Erst ab 1,50 Meter Abstand unterschritten alle Sparlampen den TCO-Richt­wert.“ „Tipp: ... Energiesparlampen nur in Wand- und Deckenleuchten einschrauben. In Steh, Schreibtisch- oder Nachttischleuchten sollte man sie nur benutzen, wenn ein grösserer Abstand gewahrt bleibt.“

Literaturquelle: Webseite der Bürgerwelle Schweiz e.V.



http://www.buergerwelle-schweiz.org




 


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