Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 22.07.2017

 

Tödliche Gefahr - Kohlenmonoxidbildung im Pelletslagerraum

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Tödliche Gefahr -  Kohlenmonoxidbildung im Pelletslagerraum
19.07.2014 - Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) warnt vor einer tödlichen Gefahr im eigenen Haus. Sowohl bei der Lagerung von Holzpellets als auch von Holzhackschnitzeln kann sich das hochgiftige Kohlenmonoxid bilden. Grund dafür sind Autooxidationsprozesse bei bestimmten Holzbestandteilen, die im Rahmen der Herstellung durch Zerkleinern, Erwärmen und Trocknen des Holzes in Gang gesetzt werden. Aus den ungesättigten Fettsäuren entstehen neben Kohlenmonoxid (CO) verschiedene Aldehyde. CO ist besonders tückisch, da es farb- und geruchlos ist. Gefährdet sind nicht nur die Bewohner, sondern auch das Wartungspersonal von Heizungsanlagen. Dem BfR wurden bereits Todesfälle von Personen gemeldet, die sich in einem Pelletslagerraum aufgehalten hatten.

Tipps zur Problemvermeidung

Pellets- und Holzhackschnitzellager dürfen nicht luftdicht abgeschlossen sein. Es sollte eine kontinuierliche Be- und Entlüftung ins Freie erfolgen. Ein Luftkanal zu bewohnten Räumen aller Art sollte nicht bestehen. Schließlich ist es wichtig, CO-Melder in Augehöhe raummittig zu installieren. Diese sind bereits für 40-50 EUR erhältlich. Das Anbringen eines Warnschildes ist nicht ausreichend. Ebenfalls dürfte kurzfristiges Lüften die Gaskonzentration nicht ausreichend herabsetzen. Bei 800 ppm treten bereits bei kurzer Aufenthaltsdauer Schwindel und Übelkeit, bei höheren Konzentrationen Bewusstlosigkeit auf.

Weiterführende Links:

www.kohlenmonoxidmelder.com

http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2014/19/giftige_gase_aus_dem_pelletbunker_vermeiden-191115.html