Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 23.07.2017

 

Strohballenbau - der ökologische Baustoff vom Acker

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Strohballenbau - der ökologische Baustoff vom Acker
23.05.2009 - Vor über hundert Jahren entdeckten Siedler im US-Bundesstaat Nebraska aus Materialnot den Strohballen als Baustoff und errichteten daraus als Provisorium gedachte Gebäude. Im extremen Klima Nebraskas bewährten sich die Häuser jedoch sowohl in der Sommerhitze als auch in den kalten Wintern. Daraus folgend wurden viele Gebäude mit dem Baustoff Strohballen errichtet und verputzt, einige stehen noch heute in einwandfreiem Zustand.

Nachdem diese Bauweise auch durch das Aufkommen neuer Baustoffe in Vergessenheit geraten war, entdeckte die ökologische Baubewegung den Strohballenbau in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts neu und verbreitete ihn in alle Kontinente.

Die Technik des Strohballenbaus

Im Strohballenbau unterscheidet man zwischen zwei unterschiedlichen Bautechniken. Die eine Bauweise nennt sich last­tragende Technik oder auch Nebraska-Stil, die andere wird als Holzständer­bauweise bezeichnet.

Bei der lasttragenden Technik (Nebraska-Stil) werden Strohballen wie Mauersteine im Verband aufeinander gesetzt. Die daraus entstehenden Wände tragen Dach und Decken. Bei der Holz­ständer­bauweise hingegen leiten Holzstützen die Lasten in den Baugrund weiter.

Während in anderen Ländern viele Gebäude lasttragend gebaut werden, ist in Deutschland eine Baugenehmigung bisher fast ausschließlich für die Holzständerbauweise zu bekommen. Bei beiden Bauweisen kann das Stroh direkt mit Lehm oder Kalk verputzt werden, ein zusätzlicher Putzträger ist nicht nötig. Eine Verkleidung der Strohballen mit Platten oder eine Holzschalung sind ebenfalls möglich.

Die Vorteile des Strohballenbaus

Für die Herstellung und den Transport von Strohballen wird äußerst wenig Energie aufgewendet.

Durch die hohe Dämmwirkung der Strohballen
( = 0,052-0,080 W/(m*K)), ist es sogar möglich, Passivhausstandard zu erreichen.

Zudem können die Baukosten durch Eigenleistung gesenkt werden. Unter fachkundige Anleitung können auch Laien die Strohballen einbauen und die erste Putzschicht auftragen.

Strohballen werden im Gegensatz zu konventionellen Baustoffen ohne chemische Zusätze verbaut und mit Holz, Kalk und Lehm kombiniert. Auf diese Weise werden wohngesunde Häuser geschaffen.

Quelle für Text und Bild: Webseite von www.stroh-unlimited.de (Link siehe unten)

http://www.stroh-unlimited.de/hist.htm