Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 20.11.2017

 

Sie haben wirklich kein Handy ?

Share on Facebook Share on Twitter Share on Google+
06.05.2002 - Baubiologie Regional beim Bundesparteitag der Grünen in Wiesbaden

Eine breitgefächerte Begleitausstellung mit umweltrelevanten Themen umrahmte die Bundesdelegiertenversammlung der Grünen Partei Deutschlands am vergangenen Wochenende in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

Zwischen Debatten und Abstimmungen gönnten sich die Grünen Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker einen Rundgang durch die Ausstellung.

Am Stand von Baubiologie Regional konnten zahlreiche Ratsuchende ausführlich mit den Experten über Fragen zum gesunden Bauen und Wohnen diskutieren. Schwerpunktthema war wider Erwarten nicht der Mobilfunk. Stattdessen standen kleinere und größere Probleme des Wohnumfelds im Blickpunkt.

Zum zentralen Thema wird offensichtlich immer mehr die Schimmelpilzbelastung in vielen Wohnungen. Die Probleme treten auf, wenn in schlecht gedämmten Häusern dichte Fenster und Türen eingebaut werden und zusätzlich noch Kunststoff- oder Papiertapeten angebracht sind. Der Wasserdampf, der in der Küche oder im Bad entsteht, reicht aus, um an kalten Stellen der Wand Feuchtigkeit auszubilden. Damit ist zusammen mit dem oben erwähnten Wandbelag ein idealer Nährboden für Schimmelpilze gegeben. Die Pilze können sich in der ganzen Wohnung ausbreiten und sind oft sogar in Möbelritzen zu finden, wie ein betroffener Abgeordneter schilderte.

Typische Fragen zum Thema Elektrosmog klangen bei der Veranstaltung immer wieder an. Von Trafohäuschen in der Nachbarschaft über Stromleitungen in Hausnähe bis zu Radioweckern und Nachtischlampen am Bett reichte die Themenpalette. Die Baubiologen in der Halle konnten viele Interessenten beruhigen: Oft reichen einfache Massnahmen aus, um den Elektrosmog zu vermeiden.
In anderen Fällen sind aufwendigere Abschirmmassnahmen notwendig, um belastungsfrei schlafen zu können.

Da der Laie ohne geeignete Messgeräteausstattung bei der Problembeurteilung überfordert ist, sollte ein qualifizierter Baubiologe zu Rate gezogen werden. Im Firmenverzeichnis von Baubiologie Regional können Ratsuchende sortiert nach Postleitzahlgebieten Fachleute finden.

Große Verunsicherung ist allenthalben vielen politisch Tätigen beim Thema Mobilfunk anzumerken. Insbesondere die Kommunalpolitiker fühlen sich von der Bundespolitik im Stich gelassen, wenn es um die Genehmigung von Sendemasten in Wohngebieten geht. Es bleibt zu vermuten, dass ohne drastische Krankheitsprobleme in der Bevölkerung, wie einer möglichen Häufung von Schlaganfällen oder Leukämie, dem Mobilfunkwahnsinn kein Einhalt geboten werden kann.

Wie sehr sich sogar schon Mitmenschen im gesetzteren Alter ein Leben ohne mobilen Bereitschaftsdienst nicht mehr vorstellen können, macht die Frage eines Endvierzigers an den Baubiologen Joachim Weise deutlich: "Was, Sie haben wirklich kein Handy?"