Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 16.12.2017

 

Schimmel in Innenräumen erkennen und sanieren

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Schimmel in Innenräumen erkennen und sanieren
06.05.2008 - Zu den Schimmelpilzen werden Pilze gerechnet, die typische Pilzfäden und Sporen ausbilden. Schimmelpilze benötigen zum Wachsen viel Feuchtigkeit. Ursachen erhöhter Feuchte innerhalb von Gebäuden können zum Beispiel sein: Direkter Eintrag von Feuchtigkeit über defekte Dächer, Risse im Mauerwerk, ungenügendes Austrocknen nach Baumaßnahmen sowie Wassereintritt infolge Rohrbrüchen etc.

Eine weitere Ursache besteht in der unzureichenden Abfuhr erhöhter Raumluftfeuchte durch unsachgemäßes Heizen und Lüften, Kondensation der Luftfeuchte im Bereich von "kalten" Wänden, die beispielsweise durch Wärmebrücken oder bei unzureichender Wärmedämmung entsteht.

Schimmelpilze entwickeln sich oft im Verborgenen. Erster Hinweis sind ein modriger, muffiger Geruch oder dunkle Flecken an Wänden, Decken oder Mobiliar. Rascher Handlungsbedarf besteht bei oberflächlich bereits mit bloßem Auge deutlich erkennbarem Schimmelbefall.

Vor der Sanierung des Schimmelpilzbefalls müssen die Ursachen für das Schimmelpilzwachstum, insbesondere die eines erhöhten Feuchteeintritts geklärt und abgestellt werden.

Von Schimmelpilzen kann eine Gesundheitsgefahr ausgehen, insbesondere, wenn die Sporen in großer Zahl eingeatmet werden. Grundsätzlich sind alle Schimmelpilze in der Lage, allergische Reaktionen wie Schleimhautreizungen, Husten, Kopfweh oder Müdigkeit auszulösen. Asthmaanfälle sind bei vorgeschädigten oder besonders empfindlichen Personen ebenfalls möglich.

Vorbeugend gegen Schimmelpilzwachstum wirkt richtiges Lüften und Heizen mit regelmäßigem Abführen der Feuchtigkeit nach außen. Ein baulich intaktes Gebäude ohne direkte Feuchteeintrittsmöglichkeiten ist ohnehin Voraussetzung.

In modernen, luftdicht abgeschlossenen Gebäuden kann eine Veränderung des Lüftungsverhaltens erforderlich werden, um die Schimmelgefahr zu reduzieren. Grundsätzlich gilt: Durch Lüften eingebrachte kalte Luft kann im Winter mehr Feuchtigkeit aus einem Raum transportieren als im Sommer.

Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/dateien/2729.htm

Eine ausführliche und insbesondere für Baubiologen wertvolle Arbeit mit dem Titel "Schimmelpilze in Innenräumen - Nachweis, Bewertung, Qualitätsmanagement" kann auf der Webseite des Landesgesundheitsamt Baden Württemberg heruntergeladen werden:


http://www.landesgesundheitsamt.de/servlet