Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 23.11.2017

 

Qualitätsunterschiede bei Schallpegelmessgeräten

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Qualitätsunterschiede bei Schallpegelmessgeräten
28.07.2010 - Lärm ist eines der am häufigsten genannten Umweltprobleme. Die Lärmverursacher aus der Umgebung können unterschiedlicher Herkunft sein, z.B. Industriebetriebe, Landwirte, Rasenmäher oder Windräder. Sie haben eines gemeinsam:

Der Lärm wird als störend empfunden und soll beseitigt werden. Aber wie kann der Betroffene feststellen, ob sich die Lärmwerte im gesetzlichen Rahmen bewegen ?

Messtechnisch wird der Lärm zunächst auf Basis des Schallpegels bewertet und vergleichbar gemacht. Zur Schallpegelmessung sind verschiedene Geräte am Markt, die grundsätzlich auch von Laien bedient werden können. Einfache Schallmesser liegen zwischen 250 und 300 EUR.

Damit lassen sich sowohl Momentaufnahmen machen wie auch Langzeitaufzeichnungen über 24-Stunden. Die Datenreihe wird über ein Computerprogramm ausgelesen und tabellarisch oder graphisch aufbereitet. Die Standardauswertung ist der sogenannte A-bewertete Schallpegel. Der parallel zu messende C-Pegel gibt Hinweise darauf, ob ein niederfrequenter Ton vorliegt.

Die A- und C-Bewertungen von Schallpegeln sind Bewertungsverfahren, die das menschliche Hörverhalten bei der Schalldruckpegelmessung berücksichtigen sollen. Es werden für unterschiedliche Lautstärken, die in Hertz ausgedrückt werden, unterschiedliche Bewertungskurven angelegt.

Welche Vorteile haben höherwertige Messgeräte ?

Ein wichtiger Faktor ist der breitere Frequenzgang. Während Schallmesser im unteren Preissegment von 30 Hz bis 8 Kilohertz (KHz) messen, liegt der Frequenzbereich bei den Profigeräten mit Klasse-2-Mikrofon zwischen 20 Hz und 20 KHz. Mit einem Klasse-1-Mikrofon lässt sich sogar unter 16 Hz im Infraschallbereich messen. Diese Anwendung kommt insbesondere Windkrafträdern zum Tragen.

Der Fachmann legt vor allem Wert auf komfortable Messdatenaufnahme und zügige Datenauswertung. Profigeräte zeigen beispielsweise den A- und C-Pegel in einem Messvorgang an und loggen zusätzlich folgende Daten: Mittelwerte (LAeq), Maximum- und Minimumwerte.

Nicht zuletzt erwähnt werden soll der Vorteil einer frequenzselektiven Messung von Schallpegeln. Höherwertige Geräte nutzen dafür entweder die Terzanalyse oder den sogenannten FFT-Analysator.

Frequenzselektive Messungen sind zur Auswahl eines geeigneten Gehörschutzes unerlässlich.

Eine umfassende Auswertung zur Lärmbekämpfung im Betrieb liefert die Webseite des Gesundheitsamtes Baden-Württemberg:

http://www.uvm.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/15695/