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Bayreuth, 14.12.2017

 

Neue Wege bei der Feinstaubforschung

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Neue Wege bei der Feinstaubforschung
12.05.2012 - Bei der Erforschung von Aerosolen, geht das Virtuelle Institut HICE in Rostock im Vergleich zu bisherigen Studien neue Wege. Die Wissenschaftler untersuchen zum ersten Mal die chemische Zusammensetzung der anthropogenen Aerosole als einen möglichen Wirkungsfaktor auf die Gesundheit. „Mit Hilfe modernster chemischer, physikalischer und molekularbiologischer Messtechniken analysieren sie die Gas- und Partikelphasen, aus denen Aerosole bestehen. Sie setzen spezielle Expositionssysteme für Lungenzellkulturen diesen Verbindungen aus, um zu prüfen, welche Verbindungsklassen aus Gas und Partikeln für die Gesundheitseffekte verantwortlich sind“, erläutert Professor Ralf Zimmermann.

Die Untersuchungen spüren dem sogenannten „killing agent“ nach. Momentan werden die gesundheitlichen Folgen von Feinstaub im Rahmen epidemiologischer Studien primär auf die jeweilige Konzentration von Partikelmasse oder Partikelanzahl in der Luft zurückgeführt. HICE widmet sich speziell der Erforschung des Einflusses der chemischen Signatur der Aerosole auf die Induktion von Gesundheitseffekten.

Primär werden Aerosole, die bei der Verbrennung von Kraftstoffen, wie Benzin, Lkw- und Schiffs-Diesel, sowie von Biokraftstoffen entstehen, untersucht. Weiterhin erforscht HICE Emissionen aus der Nutzung alternativer Energieformen, wie Holz und andere Biomasse. Mit ihrer disziplinübergreifenden Arbeit wollen die an HICE beteiligten Wissenschaftler detailliertere Erkenntnisse zu den Ursachen luftschadstoffbedingter Erkrankungen gewinnen, um langfristig gezielte Präventionsmaßnahmen entwickeln zu können.

Kontakt:
Universität Rostock
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Prof. Dr. Ralf Zimmermann
Sprecher des Virtuellen Institutes HICE, Leiter des Lehrstuhls für analytische Chemie der Universität Rostock und Leiter der Kooperationsgruppe Comprehensive Molecular Analytics (CMA) am Helmholtz Zentrum München, Direktor des gemeinsamen Massenspektrometriezentrums (Joint Mass Spectrometry Centre, JMSC)
Fon: +049(0)381 498 6460
Mail: ralf.zimmermann@uni-rostock.de
ralf.zimmermann@helmholtz-muenchen.de

Vollständiger Artikel unter http://idw-online.de/de/news476592


http://www.hice-vi.eu/