Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 17.11.2017

 

Nachteile der Energiesparlampe auf den Punkt gebracht

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Nachteile der Energiesparlampe auf den Punkt gebracht
03.09.2009 - Der Verband Baubiologie (VB) hat in einer Presseerklärung am 2.9.09 die gesundheitlichen Risiken der Energiesparlampe detailliert beschrieben: "Die Glühbirne wird ab dem 1. September schrittweise verboten. Je näher der Termin rückt, desto deutlicher werden die Probleme und Nachteile, die die vom Gesetzgeber favorisierte Form der Lichterzeugung durch Energiesparlampen mit sich bringt.

Nicht nur, dass mittlerweile klar wird, dass die Versprechungen der Industrie bezüglich Brenndauer und Energieeinsparung bei normalem Hausgebrauch in weiten Teilen nicht stimmen. Langzeittests haben ergeben, dass die ausgewiesene Lebensdauer bei vielen Energiesparlampen nicht erreicht wird, die Lichtstärke lässt mit der Lebensdauer der Lampen nach, und das teilweise rapide. Viele Sparlampen halten nicht einmal ein Drittel der angegebenen Zeit, manche nicht mal ein Fünftel.

Baubiologen waren die ersten, die auf die Gesamtproblematik hingewiesen haben: Energiesparlampen enthalten Quecksilber. Wenn eine Lampe zu Bruch geht, verdunstet das hochgiftige Schwermetall schon bei Zimmertemperatur. Besonders giftig wirkt es, wenn es eingeatmet wird. Dies ist besonders für Kleinkinder gefährlich, die am Boden spielen.

Bei massenhaftem Gebrauch wird das Problem der Umweltverschmutzung durch Energiesparlampen drastisch zunehmen. Erste Erhebungen zeigen, dass die wenigsten Verbraucher die mit dem giftigen Schwermetall Quecksilber belasteten Leuchtmittel wie vorgeschrieben im Sondermüll entsorgen, die Mehrheit lässt sie einfach im Hausmüll verschwinden.

Dies lässt die Ökobilanz der Energiesparlampen verheerend aussehen: Die Herstellung ist aufwändiger als bei Glühbirnen, das Quecksilber gelangt in Größenordnung von mehreren Hundert Kilo jährlich in die Umwelt. Recycling ist in Deutschland – anders als in anderen Ländern - so gut wie nicht vorgesehen.

Energiesparlampen emittieren starke elektromagnetische Felder, sowohl niederfrequente als auch hochfrequente. Die weltweit angewandte TCO-Norm für Computer wird von den meisten Sparleuchten überschritten, teilweise um das 12- bis 40fache. Die Hochfrequenz wie auch die 100-Hz-Niederfrequenz lassen das Licht flackern. Und obwohl dies vom menschlichen Auge nicht mehr wahrgenommen werden kann, ist die Flimmerei in der medizinischen Literatur als „Stressfaktor“ ausgewiesen.

Eine Energiesparlampe gehört nicht in Kopf- oder Körpernähe, nicht an den Schreib- oder auf den Nachttisch, ein guter Meter Abstand sollte mindestens eingehalten werden, besser noch mehr.

Der Blauanteil im Licht sorgt für eine hormonell gesteuerte und unerwünschte Belastungs- und Stressreaktion. Denn das blaue Licht ist mit dafür verantwortlich, dass in der Zirbeldrüse, einem Teil des Zwischenhirns, weniger Melatonin (Schlafhormon) produziert wird, was gesundheitlich bedenklich ist. Herkömmliche Glühbirnen haben ein kontinuierliches Spektrum, das annähernd dem Sonnenlicht entspricht.

Ähnliches gilt für Halogenglühlampen, deren Vorteile neben dem gewohnt warmen Licht und der langen Haltbarkeit im geringeren Stromverbrauch liegt.

Bereits jetzt gilt die Energiesparlampe unter Fachleuten als Auslaufmodell. Wesentlich effizienter und zudem langlebiger sind LED. Sie verfügen zwar über eine enorme Lebensdauer und die Lichtausbeute ist effektiver. Doch ist das Problem des Flimmerns ausgeprägter, das LED-Lichtspektrum mindestens so miserabel wie das der Sparleuchten. Zudem ist die Problematik des Elektrosmogs nicht endgültig geklärt.

Aus der Sicht der gesundheitlichen Vorsorge sieht der Verband Baubiologie derzeit keine Alternative zur Glühbirne."

VERBAND BAUBIOLOGIE, Maxstr. 59, D-53111 Bonn, Telefon 0228-96399258, www.verband-baubiologie.de