Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 23.11.2017

 

Nachhaltiges Bauen "made in Germany" als Erfolgsmodell

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Nachhaltiges Bauen
02.09.2005 - "World Sustainable Building Conference" vom 25. bis 27. September in Tokyo - DBU-Projekte mit von Partie.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und ihre Projekte stellen einen zentralen Beitrag der deutschen Präsentation! Wenn vom 25. bis 27. September im Reich der aufgehenden Sonne rund 1.500 Teilnehmer aus 70 Ländern bei der "World Sustainable Building Conference" über ressourcenschonendes Bauen, Energieeffizienz und andere Themenschwerpunkte diskutieren, dann werden sechs der 14 "Leuchtturmprojekte" das Qualitätssiegel "DBU-gefördert" tragen.

Ausgewählt wurde von Dr. Günter Löhnert von der sol°id °ar planungswerkstatt in Berlin zu Präsentationszwecken etwa der Bau des Umweltbildungszentrums "Haus am Strom" in Passau. Es ist nach dem neuesten Stand der Umwelttechnik konstruiert. Verwendet wurden ausschließlich umweltverträgliche Baumaterialien. Das Ausstellungsgebäude ist in Brettschalenkonstruktion aus Schwachholz gebaut, das beim Durchforsten von Wäldern anfällt - in dieser Art ein Novum in Deutschland.

Das Haus nutzt die Abwärme des naheliegenden Wasserkraftwerkes Jochenstein und kann so auf eine eigene Heizung verzichten. Ein Aufzug läuft ausschließlich durch die Auftriebskräfte des Donau-Wassers. Das "Haus am Strom" ist ein Umweltbildungszentrum, das Ökologie, Ökonomie und Sozialverträglichkeit verbindet.

Auch das in Deutschland einmalige Demonstrationszentrum für energiesparendes und ökologisches Bauen der Handwerkskammer Münster (Paul Schnitker-Haus) wurde von der DBU gefördert und steht jetzt in Japan im Blickpunkt. Es verzahnt Umweltschutz und Handwerk stärker als bisher und will so der Bauwirtschaft neue ökologische Impulse geben. Das Demonstrationszentrum will Handwerker in der Meisterschule und in Lehrgängen auf innovative und umweltentlastende Bautechniken und -materialien aufmerksam machen und weiterqualifizieren.

Dabei ist das Gebäude selbst Vorbild: Es besteht aus zwei Häusern, die unterschiedliche Energiestandards erfüllen und überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut sind. In das neue Objekt ist auch das "Kompetenzzentrum Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen" eingezogen, das seit 2001 bei der Handwerkskammer angesiedelt ist.

Mit dem Neubau eines Konferenz- und Ausstellungszentrums als Niedrig-Energie-Gebäude neben ihrer Verwaltungszentrale betrat die DBU selbst architektonisch Neuland. Hervorstechend an der Holzskelettkonstruktion ist ein lichtdurchlässiges Membrandach. Es kombiniert die passive Solarenergienutzung - Wärmeenergie im Winter und Tageslicht durch Zenitlicht - mit hohen Komfortanforderungen an Raumklima, Tageslichtversorgung und Raumakustik nach den speziellen Bedürfnissen der darunter liegenden Räume und ihrer Nutzer.

Über den Konferenz- und Ausstellungsräumen ist der Gesamtaufbau durchsichtig und erlaubt die Nutzung hochwertiger computergesteuerter Tageslichttechnik durch drehbare Lamellen, die sich nach dem aktuellen Sonnenstand richten.

Die Fußbodenheizung übernimmt im Sommer die Funktion einer umweltschonenden Kühlung. Durch die Rohre fließt durch Grundwasser gekühltes Wasser und sorgt damit für angenehme Temperaturen in den Büros im Sommer. Daneben wird mithilfe von Grundwasser bei Bedarf auch die Außenluft über eine mechanische Lüftung gekühlt.

Ein Blockheizkraftwerk versorgt das Ausstellung- und das benachbarte DBU-Verwaltungsgebäude mit Wärme. Auf dem Dach des Neubaus ist eine Photovoltaikanlage installiert.

Pressekontakt:
Franz-Georg Elpers, An der Bornau 2, 49090 Osnabrück , Telefon: 0541|9633521, Telefax: 0541|9633198
presse@dbu.de, www.dbu.de


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