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Bayreuth, 19.11.2017

 

Nach Petition aus Naila: EU beschäftigt sich mit Mobilfunk

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13.10.2006 - Post aus Brüssel mit überraschendem Inhalt hat dieser Tage der Nailaer Bürgermeister Frank Stumpf bekommen: Die Petition des Stadtrates in Sachen Mobilfunk wird die EU-Kommission beschäftigen.

Noch in diesem Jahr soll ein Bericht dazu veröffentlicht werden. Im Jahre 2004 hatte der Nailaer Bürgermeister Frank Stumpf zusammen mit dem Stadtrat Petitionen an den bayerischen Landtag, den Bundestag und das Europäische Parlament eingereicht, in welchen er befürchtete, dass aufgrund zu hoher Grenzwerte bei der Strahlung von Handymasten gesundheitliche Schäden auftreten können.

Hintergrund war die Nailaer Studie, in der mehrere Ärzte unter Federführung von Dr. Horst Eger festgestellt hatten, dass die Krebshäufigkeit in der Nähe eines Mobilfunkmastes in Naila höher ist als in anderen Gebieten.

Vom Landtag und vom Bundestag erhielt Stumpf ablehnende Schreiben, denn die geltenden Grenzwerte würden eingehalten. Anders jetzt bei der EU: In Brüssel wurde die Petition für zulässig erklärt.

In der Antwort verweist der Vorsitzende des Petitionsausschusses zunächst auf einen Kommissionsbericht aus dem Jahr 1999. Nun soll die Lage aufgrund zwischenzeitlich gewonnener Erkenntnisse erneut geprüft werden.

„Zur Beurteilung der neuen wissenschaftlichen Daten wird die Kommission ihren wissenschaftlichen Ausschuss ,Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken‘ auffordern, seine Stellungnahme zu möglichen Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern und Funkfrequenzfeldern sowie der Mikrowellenstrahlung zu aktualisieren“, heißt es in dem Schreiben aus Brüssel.

Diese Stellungnahme werde Bestandteil des Berichts der Kommission sein, der noch in diesem Jahr veröffentlicht werden soll.

Der Nailaer Stadtrat vermutete in seiner Petition, dass die in Deutschland geltenden Grenzwerte keinen ausreichenden Schutz für die Bevölkerung bieten. Sie seien um ein Vielfaches höher als in anderen EU-Mitgliedsstaaten. Deshalb forderte er, die EU sollte einheitliche, auf dem Vorsorgeprinzip beruhende Grenzwerte festlegen.

Quelle: Frankenpost Hof