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Bayreuth, 11.12.2017

 

Mobilfunksammelklage in den USA

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18.11.2003 - Antennengegner planen ungewöhnlichen Schritt

Die Interessengemeinschaft Winzinger Bürger gegen die neue Mobilfunkanlage auf einem Wohnhaus in der Winzinger Straße ermuntert ihre Anhänger, sich an einer geplanten Sammelklage von Mobilfunkgegnern aus ganz Deutschland vor einem US-amerikanischen Gericht zu beteiligen. Dies erklärte Rechtsanwalt Olaf Ruland, einer der Sprecher der Initiative.

Auf diesem Rechtsweg wollen sich die Mobilfunkgegner laut Ruland zwei in Deutschland kaum nachvollziehbare Besonderheiten des amerikanischen Rechts nutzbar machen: Erstens sei es in den USA viel einfacher, einen Schadenersatz zugesprochen zu bekommen, zweitens reiche für eine solche Klage vor einem US-Gericht, dass das betroffene Unternehmen ein „Vermögensinteresse" in den USA habe. Im Winzinger Fall ist Vodafone an der New Yorker Börse notiert. Wo auf der Welt die betreffenden Mobilfunkanlagen stehen, ist laut Ruland für eine solche Klage unerheblich.

Wie der Anwalt, der nach eigenen Angaben beruflich mit der Sammelklage nichts zu tun hat, weiter erklärte, solle in den USA zum Beispiel um Schadenersatz für die Wertminderung der Häuser in der Nähe einer Mobilfunkantenne gestritten werden. Mittlerin sei eine deutsche Kanzlei in Baden-Baden.

Die Klage führen will eine US-Kanzlei im Bundesstaat Georgia. Voraussetzung sei, das sich bundesweit mindestens 200 Betroffene an der Sammelklage beteiligen. Die Kosten seien für einen Kläger auf maximal 250 Euro begrenzt, versicherte der Anwalt. Bei einer Versammlung am Mittwoch (ab 19 Uhr in der Gaststätte Böbig) wollen die Mobilfunkgegner das Vorhaben erläutern. Ruland deutete an, dass die Initiative auch gegen eine neue Antenne in Königsbach mobil machen wolle. (nob)


Quelle: Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG, Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.261, Datum: Dienstag, den 11. November 2003, Seite: Nr.15
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