Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 19.11.2017

 

Kleine Mobilfunkantenne - beachtliche Strahlenbelastung

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Kleine Mobilfunkantenne - beachtliche Strahlenbelastung
06.07.2004 - Der Baubiologe Martin Neuhaus aus Paderhorn hat sich auf das Aufspüren von Mini-Antennen, sogenannte Mikrozellen, im Innenstadtbereich konzentriert.

Mikrozellen haben nur eine Sendeleistung von 2 Watt und sind deshalb genehmigungsfrei. Sie sind sehr schwer zu erkennen, da sie nur wenige Zentimeter lang und meistens gut getarnt sind. Sie haben die Aufgabe, Mobilfunktraffic aufzunehmen, der sonst über die grossen Dachantennen laufen müsste.

„Das teuflische daran ist, dass sie ihre Leistung sehr nahe am Menschen abstrahlen", berichtete Martin Neuhaus in seinem Vortrag während des Mobilfunksymposiums in Mainz. „In vielen Fällen wird die Mikrozelle auf einer Litfaßsäule angebracht und strahlt deshalb in Büros oder Verkaufsräume im ersten Stockwerk. Dort werden dann beträchtliche Feldstärken gemessen, die zu Befindlichkeitsstörungen der Mitarbeiter führen können".

Ein Verwandter der Mikrozelle ist die Picozelle, welche für Inhouselösungen konzipiert ist. Picozellen finden sich oft in Flughäfen oder Einkaufscentern und sind mit blossem Auge kaum zu erkennen. Leicht zu verwechseln sind sie mit Deckenleuchten.

Martin Neuhaus hat inzwischen ein geschultes Auge für die kleinen Ungeheuer entwickelt. Oft geht er mit seinem Spektrumanalysator durch die Innenstadt und spürt mit dem Präzisionsmessgerät gut getarnte Mobilfunksender auf.

Die Emailadresse von Martin Neuhaus lautet info@messtechnik-neuhaus@tiscali.de. Sie können ihm gerne ungewöhnliche Antennen und getarnte Standorte melden.

Joachim Weise, Baubiologe (IBN)