Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 19.11.2017

 

Handys sind kein Weihnachtsgeschenk für Kinder

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02.12.2007 - Auf vielen Wunschzetteln von Kindern steht ein eigenes Mo­biltelefon an erster Stelle. Die repräsentative Handy-Kinderstudie eines Mobilfunkanbieters, die unter 540 Kindern in Österreich durchgeführt wurde besagt, dass bereits 55 % der Kinder zwischen 6 und 14 Jahren ein Handy besitzen, bei den 13- bis 14-Jährigen sind es sogar 88 %.

Kinder und Erwachsene benutzen das Mobiltelefon oft gedankenlos und ohne jegliche Einschätzung von Risiken.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) warnt auf seiner Internetseite www.bfs.de:

„In Bezug auf Kinder ist festzuhalten, dass bisher nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen zu einer möglicherweise erhöhten Empfindlichkeit des Organismus von Kindern und Jugendlichen gegenüber elektromagnetischen Feldern vorliegen. Das BfS rät daher im Sinne der Vorsorge zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Mobilfunktechnik.

Zur individuellen Expositionsminimierung gehört, u. a. in Situationen, in denen genauso gut mit einem Festnetztelefon wie mit einem Handy telefoniert werden kann, das Festnetztelefon zu nutzen, Handys mit einem niedrigen SAR-Wert (< 0,6 W/kg) zu verwenden, bei schlechtem Empfang möglichst kurz, am besten aber gar nicht mit dem Handy zu telefonieren, Head-Sets zu benutzen oder eine SMS zu verschicken statt mobil zu telefonieren.“

Hinweise, nach denen Mobiltelefonieren eine Zunahme der Hirntumore bei Menschen zufolge haben kann, verdichten sich.

Dies geht aus einer Untersuchung hervor, die im 'International Journal of Cancer' erschienen ist. Anna Lahkola von der finnischen Strahlenschutzkommission hat mit Kollegen aus Schweden, Dänemark, Norwegen und Großbritannien ca. 1.500 Patienten mit einem Gliom (Gehörnervtumor) befragt. Wenn sie länger als zehn Jahre ein Handy benutzt hatten, war ihr Risiko eines Glioms auf der Seite, wo sie das Gerät normalerweise an den Kopf hielten, um 39 Prozent erhöht.

Joachim Weise