Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 20.11.2017

 

Handies mit verbesserten SAR-Werten

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Handies mit verbesserten SAR-Werten
16.03.2005 - Ist mobil telefonieren damit gesundheitlich unbedenklich ?

Der SAR-Wert ist bei Mobilfelefonen ein wichtiger Messwert für die Strahlungsintensität. Die spezifische Absorptionsrate (SAR) beschreibt die Energie, die im Hochfrequenzfeld pro Kilogramm Körpergewicht in einer bestimmten Zeit vom Körper aufgenommen und vor allem in Wärme umgewandelt wird; ihre Maßeinheit ist Watt pro Kilogramm (W/kg).

Der SAR-Wert hat sich in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich nach unten bewegt. Hatten die ersten Mobiltelefone noch einen Wert von 2 Watt je Kilogramm, so sind es heute im besten Fall 0,2 W/kg.

Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht auf seiner Webseite www.bfs.de eine aktuelle Liste von SAR-Werten für mobile Endgeräte. Der aktuelle Spitzenreiter ist zur Zeit das Gerät „Motorola 55 MPX 200" mit 0,12 W/kg. Eine Rangreihe der niedrigsten SAR-Werte finden sich auf der Webseite www.elektrosmog-messen.de/mobilfunk-sar.html

Ist mobil telefonieren aufgrund der gesunkenen SAR-Werte gesundheitlich unbedenklich ? - Mitnichten ! sagen die Kritiker des Handywahns.

Selbst bei niedrigeren SAR-Werten drohen dem Anwender Gesundheitsrisiken. Dazu sollen zwei Studien zitiert werden:

Wissenschaftler des Neurologischen Instituts der Universität Lund/Schweden warnten 2003 in zuvor nie gekannter Deutlichkeit vor erheblichen Gesundheitsrisiken durch heutige Mobiltelefone. Bereits bei SAR-Werten von 0,002 W/kg öffnet die Strahlung der Handys die Blut-Hirn-Membranen und lässt zellschädigende Albumin-Eiweiße ins Hirn eindringen.

Die REFLEX-Studie der EU, an der zwölf Forschergruppen und fünf universitäre Forschungseinrichtungen, darunter die Berliner Charité beteiligt waren, schlussfolgerd aufgrund der in vitro Untersuchungen: "Bei Mobilfunkbestrahlung unterhalb der geltenden Grenzwerte kommt es bei bestimmten Zelltypen und in Abhängigkeit vom genetischen Hintergrund zu Einfach- und Doppelstrangbrüchen der DNA, das heißt zu Schäden und Veränderungen der Erbsubstanz."

Ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Risikobeurteilung ist die Gesprächszeit pro Tag und die Anzahl der Gespräche. Die REFLEX-Studie gibt es als Download unter www.elektrosmog-messen.de/mobilfunk-studien.html

Joachim Weise, Baubiologe (IBN)


http://www.elektrosmog-messen.de/mobilfunk-studien.html