Baubiologie und Oekologie

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Bayreuth, 19.11.2017

 

Förderprogramm zur Erfassung elektromagnetischer Felder (FEE) ist blanker Unsinn

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14.07.2002 - (Volker Hartenstein) Als blanken Unsinn bezeichnet der parteilose bayerische Landtagsabgeordnete Volker Hartenstein das sog. FEE-Programm des Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen in München.

Nach dessen Bestimmungen können die Kommunen in Bayern unter bestimmten Voraussetzungen die Hochfrequenz-Strahlenbelastung auf ihrem Gemeindegebiet messtechnisch erfassen lassen. Und: 50% der entstehenden Kosten übernimmt der Freistaat.

Volker Hartenstein: „Diese Verfahrensweise ist pure Geldverschwendung. Jeder Laie weiß heute, dass die in der Bundesrepublik geltenden Grenzwerte so hoch angesetzt sind (D-Netze: 4.500.000 µW/m2 und E-Netze: 9.000.000 µW/m2, d. Red.), dass eine Überschreitung praktisch ausgeschlossen ist. Umweltminister Dr. Werner Schnappauf hatte gestern (Anm. 12.7.2002) anlässlich der Eröffnung einer Mobilfunktagung in München das Unterschreiten der Grenzwerte als besonders erfreulich hervorgeheben.

Die für Messungen verplanten Gelder - insgesamt 3.000.000 Euro - könnten, so Volker Hartenstein, sinnvoller eingesetzt werden. Als Beispiel nennt der Umweltschutzpolitiker eine Wiederholung der sog. Rinderstudie unter kontrollierten Bedingungen. Deren Kosten hatten nur bei 400.000 Euro gelegen. Doch vor einer Neuauflage so Hartenstein - scheut das Staatsministerium zurück. Der Grund liegt auf der Hand: Nichts wäre ungelegener als der endgültige Nachweis eines ursächlichen Zusammenhanges zwischen Mobilfunkstrahlen und Verhaltens- und Gesundheitsstörungen bei Rindern. Und der wäre nach Hartensteins Auffassung, so gut wie sicher.


Volker Hartenstein, MdL Bayern