Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 18.11.2017

 

Feuchtemessung vor dem Einzug ernst nehmen

Share on Facebook Share on Twitter Share on Google+
Feuchtemessung vor dem Einzug ernst nehmen
15.09.2012 - Ein Fall aus der Praxis zeigt, welche Probleme entstehen können, wenn eine Familie in ein noch nicht ausreichend trockenes Haus einzieht. Das Objekt wurde vom Bauträger nach einer Bauzeit von sechs Monaten zum Bezug frei gegeben. Fußbodenbeläge waren verlegt und Sockelleisten befestigt. Möbel und Umzugskarton standen in den Zimmern. Wenige Wochen nach dem Einzug entdeckten die Bewohner schwarze Flecken an den Wänden und teilweise verschimmelte Einrichtungsgegenstände.

Eine Messung der relativen Luftfeuchtigkeit zeigte Werte über 65% an. Folgende Maßnahmen wurden daraufhin ergriffen: Heizen während der Sommerperiode, Aufstellen von Luftentfeuchtungsgeräten und eine regelmäßige überdurchschnittliche Fensterlüftung.

Jeder Mensch kann sich ausmalen, dass ein normales Familienleben durch die nachträgliche Trocknung gestört sein muss. Dazu kommt die permanente Furcht vor einer weiteren Schimmelbesiedelung verbunden mit den gesundheitlichen Risiken aufgrund einer Vorschädigung.

Baubiologen raten Familíen daher, vor dem Einzug Luftfeuchtemessungen in verschiedenen Räumen per Datenlogger durchzuführen. Erst wenn die Werte akzeptabel sind, können die Möbel kommen. Im Werkvertrag mit dem Bauträger sollte dieser Sachverhalt eindeutig geregelt sein.

Bei Einbeziehung eines Bausachverständigen für die Abnahme ist darauf zu achten, dass mit Feuchtemessgeräten die Wandfeuchtigkeit im Keller bzw. im erdberührten Bereich untersucht wird. Ein optische Inaugenscheinnahme reicht für die Baufreigabe nicht aus.

Baubiologen, die Feuchtemessungen und Datenlogging vornehmen, stehen im Firmenverzeichnis von Baubiologie Regional