Baubiologie und Oekologie

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Bayreuth, 19.11.2017

 

Elektrosmogbelastungen mobiler Telefone reduzieren

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Elektrosmogbelastungen mobiler Telefone reduzieren
29.04.2010 - Die schöne heile Welt mobiler Telefone ist unumstößliche Realität, die wenig hinterfragt ist und angesichts einer kontrovers geführten Diskussion mit vielen erschreckenden wissenschaftlichen Studienergebnissen zum gesundheitlichen Bumerang werden könnte. Was können wir tun, um Elektrosmog-Belastungen mobiler Telefone zu reduzieren? Hochwissenschaftliche Abhandlungen helfen hier wenig. Wir brauchen auch gerade für den Nichtfachmann verständliche konkrete Empfehlungen.

Elektrosmog ist ein aus dem Englischen abgeleiteter Kunstbegriff (smog = SMoke + fOG, smoke = Rauch, fog = Nebel), also eine durch elektrische Energie verursachte Umweltverschmutzung. Elektrosmog wird in den niederfrequenten und hochfrequenten Bereich unterteilt. Niederfrequenter Elektrosmog besteht aus elektrischen und magnetischen Kraftfeldern, verursacht durch unsere Hausstromversorgung (230 Volt) wie angeschlossener Geräte. Unser Hausstrom ist Wechselstrom mit einer Frequenz von 60 Hz, wir sprechen daher auch von elektrischen und magnetischen Wechselfeldern.

Erhöht man nun die Frequenz auf über 30 kHz, so ist die Energie nicht mehr an die Leitung gebunden, sie verlässt diese und strahlt in den Raum ab. Jetzt sprechen wir von hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung. Diese physikalische Eigenschaft erlaubt eine Vielzahl von Hochfrequenz-Anwendungen, auch die mobiler Telefone. Elektromagnetische Strahlung, auch Mikrowellen genannt, bringen Wassermoleküle zum Schwingen, wodurch sie erwärmt werden. Bei einem Mikrowellenherd ist dies gewollt, Speisen sollen erwärmt werden.

Bei mobilen Telefonen sorgen gesetzliche Grenzwerte dafür, dass es nicht zu einer Erwärmung des Gehirns um mehr als 1 Grad Celsius kommt. Keine Sorge, das passiert auch nicht, es sei denn, wir halten uns mehrere Handys gleichzeitig an den Kopf. Würde es diese Grenzwerte nicht geben, so würden Proteine irreversibel geschädigt werden.

Aber warum dann die kontroverse Diskussion um die Gefahren mobiler Telefone? Die Diskussion beschäftigt sich eigentlich nur mit den biologischen Effekten, die weit unterhalb der Grenzwerte auftreten könnten. Die Wissenschaft hat derzeit, auch angesichts fehlender Langzeituntersuchungen, keine endgültige Antwort auf die Frage biologischer Effekte parat.

Eine Technologiefolgenabschätzung fehlt. Genau genommen befinden wir uns alle inmitten eines riesigen Feldversuchs. Die von der EU finanzierte Reflex-Studie zeigt durch Hochfrequenz-Strahlung von Handys hervorgerufene gentoxische Effekte auf, wie man sie bisher nur Röntgen-Strahlung zugeschrieben hatte. Die bisher geltende Lehrmeinung scheint revidiert werden zu müssen. Dazu Prof. Franz Adlkofer (Projektkoordinator der Reflex-Studie): "Wenn wir dasselbe was wir im Reagenzglas nachgewiesen haben auch bei Mensch und Tier feststellen ... dann sähe es ziemlich trübe aus für diese Technologie".

Solange eine Antwort aussteht, sollten wir aus vorsorglicher, ja, fast aus hygienischer Sicht, nach der Empfehlung des Bundesamtes für Strahlenschutz verhalten: „Reduzieren Sie Ihre persönliche Strahlenexposition“.

4 Strategien helfen Elektrosmog zu beseitigen oder zu reduzieren:

Strategie 1: Quelle ganz abschalten
Strategie 2: Intensität der Quelle reduzieren
Strategie 3: Abstand zur Quelle halten (elektromagnetische Strahlung nimmt mit der Entfernung exponentiell ab)
Strategie 4: Sind die Strategien 1 bis 3 nicht möglich, so können wir uns gegen Elektrosmog nur durch physikalisch wirksame Materialien oder Produkte abschirmen. Gegen elektrische Felder und elektromagnetische Strahlung ist dies preisgünstig möglich, Materialien gegen magnetische Felder sind preisintensiv.

Wenn im folgenden Telefonstandards mit konkreten Empfehlungen benannt werden, soll vorab eines deutlich betont werden: Panikmache ist nicht gerechtfertigt, Aufklärung aber notwendig. Nur die Wahl des richtigen Telefons in Kombination mit seiner richtigen Verwendung auf Basis der Kenntnis über das Telefon sichert die größtmögliche Strahlungsreduktion.

Eine Fachberatung zu strahlungsarmen / -freien Telefonen findet in Deutschland, egal ob im Geschäft oder Internet, faktisch nicht statt. In aller Regel schüttelt der Verkäufer unwissend mit dem Kopf oder behauptet aus Bequemlichkeit frech, ECO sei gleich ECO. Definitiv falsch. Der Verkäufer ist mit den Feinheiten fast immer hoffnungslos überfordert.

Tipps, wie die oben beschriebenen vier Strategien der Strahlungsreduzierung konkret umgesetzt werden können, sind in dem Artikel von Herwig Borr, ESnord Hamburg, zu lesen:

http://strahlungsarme-telefone.esnord.de/media/content/downloads/ebmtr100420.pdf