Baubiologie und Oekologie

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Bayreuth, 20.11.2017

 

Ein Jahr Freiburger Appell

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Ein Jahr Freiburger Appell
06.12.2003 - Mitgliederversammlung und Tagung mit Vorträgen der IGUMED am 24./25.10.03 zum Thema Elektromagnetische Belastungen.

60 bis 70 Teilnehmer versammelten sich in St. Märgen in der Schwarzwaldhalle, um die vergangenen Aktionen um den Freiburger Appell aus erster Hand zu erfahren.

Dr. Peter Germann (Foto) berichtete über die Entstehung und den Verlauf des Freiburger Appells, der mit Skepsis und Kritik, aber vor allem mit großer, europaweiter Resonanz aufgenommen wurde.

Als wichtigster Aspekt stellte sich heraus, dass die Betroffenen, deren Initiativen und Vereine, Unterstützung aus den ärztlichen Reihen erfahren haben. Durch deren umweltmedizinische Erfahrung konnten die gesundheitlichen Auswirkungen eruiert und plausibel dargestellt werden. 1.000 Ärzte und nahezu 40.000 Unterstützer, deren Zahl noch immer steigt, stehen hinter diesem Appell.

Neben dieser Tatsache aber entstanden die schwierigen Probleme bezüglich der Fallsammlung und der wissenschaftlichen Aufarbeitung derselben, die nun durch eine neue Initiative verschiedenster Gruppen systematisch angegangen werden sollen.

Ende November 2003 wird die Übergabe der Unterschriften in Berlin stattfinden, wie ein Mitarbeiter des hese-projectes verlauten ließ. Dabei sollen Vertreter verschiedener Ministerien anwesend sein.

Anschließend konnte Dr. Karl-Heinz Braun von Gladiss durch den gewohnt komplexen und vielseitigen Vortrag bis in die Nachtstunden die Zuhörer bannen und schilderte 8 Ansatzpunkte der Therapie elektrosensibler Patienten. Die nachfolgende, teilweise kontroverse Diskussion trug dazu bei, dass verschiedene Bereiche wie z.B. Psyche und Entspannungstechniken, als auch Antioxidation und Ausschluss anderer Erkrankungen im Gesamtkomplex erklärt werden konnten.

Am Samstagmorgen begann die Tagung mit dem Vortrag von Frau Dr. Maria Felsenreich aus Österreich, die das Spektrum von Natur, globales Klima und Geographie mit den Erkenntnisse der EM-Physik ausbreitete.

Mittels eigen hergestellter Basaltzylinder könnten komplexe Systeme regeneriert werden, die in ihrer Gesamtheit zur Stabilisierung der Felder beitragen könnten. Zahlreiche Besucher umringten in der Pause den Tisch der Österreicherin, auf dem zu demonstrativen Zwecken entsprechende Materialien ausgelegt waren.

Es folgte Dr. Frank Bartram mit einem sehr klaren und umfassenden Konzept von Diagnostik und Therapie. Dabei sollte vermittelt werden, wie tiefgreifend verschiedene Belastungen wie Pilze, Schwermetalle, Pestizide auf die Problematik der Mobilfunkexposition einwirken können. Eine entsprechende Labordiagnostik half diese Faktoren einzuordnen, um dann die Therapie rational zu begründen.

Im anschließenden Kurzreferat von Prof. Rainer Frentzel-Beyme erfuhren wir die wesentlichen Schlussfolgerungen aus der neuesten holländischen TNO-Studie zu den Effekten der UMTS Technologie auf kognitive Hirnleistungen. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass es sich um ein sehr angesehenes Institut handelt, das mit einem gut durchdachten Studienaufbau überzeugte.

Zahnarzt Detlev Schultz aus Überlingen betonte die engen Verbindungen der Zahn- und Kiefersituation mit der EMF-Belastung und stellte als metallfreies Ersatzmaterial Zirkonium vor, das sehr gute und stabile Eigenschaften besitzt und darüber hinaus ästhetisch annehmbar ist.

Frau Elisabeth von Watzdorf kam eigens aus Dresden, um ihr Projekt "Funkloch.info" (www.funkloch.info) vorzustellen, welches zum Ziel hat, strahlungsfreie Orte in Sachen zu suchen und zu sammeln. Sie hat das Bestreben, eine bundesweite Adressenliste für Ortschaften und Hotels aufzubauen, die für Elektrosensible verträglich sind.

Die rechtlichen Aspekte der Betroffenen und Gemeinden behandelte Rechtsanwalt Dietmar Freund. Nach den einführenden Worten in Bezug auf die gegenwärtige Entwicklung ging er auf persönliche Fragen des Auditoriums ein, was im Grunde alle wichtigen Fragen beantworten konnte. Mit dieser offenen Vortragsform wurde die Thematik ausgiebig bearbeitet, so dass damit die Vortragsrunde beendet werden konnte.

Vor der abschließenden Diskussion bedankte sich Dr. Peter Germann sowohl bei Barbara Dohmen , als auch bei Dr. Arndt Dohmen für ihre langjährige Arbeit und vor allem für das Engagement in Sachen Mobilfunk und für die IGUMED.

Dank galt auch Herrn Rotzinger, der die schöne Schwarzwaldhalle als EMF-armer Treffpunkt auswählte und Herrn Schrader, der die Beiträge und Diskussionen auf Band und CD aufnahm. Diese werden über die IGUMED vertrieben.

Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um in Zukunft intensiveren Kontakt zu pflegen und schließlich auch, um den Entwurf für einen "Freiburger Appell II" zu besprechen.

Das Plenum begrüßte das feste Vorhaben, eine 2. Nachfolgetagung im nächsten Herbst 2004 durchzuführen.

Dr. Peter Germann, Vorstand IGUMED
Cornelia van Rinsum, Vorstand IGUMED

Hilfe für Betroffene bei umweltmedizinischen Fragen:

Auf schriftliche Anfragen von Betroffenen zu ihren umweltmedizinischen Problemen versuchen wir, entweder Hilfestellung zu geben oder mögliche Ansprechpartner zu vermitteln, die das erforderliche Expertenwissen haben, um die gestellten Fragen zu beantworten.

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Postadresse:
IGUMED Geschäftsstelle
Fedelhören 88

28203 Bremen

Tel.: 0421/498 42 51
Fax: 0421/498 42 52

e-mail: IGUMED@gmx.de
http://www.igumed.de

Bitte keine telefonischen Anfragen, da aus Zeitgründen eine
telefonische Antwort prinzipiell nicht möglich ist.

< Information erhalten von Reinhard Rückemann Mailingliste „elektrosmog-liste" >


http://www.igumed.de/tagungsb.html