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Bayreuth, 14.12.2017

 

Deutsche Ärzteschaft: Politik muss mit Tabaklobby brechen

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11.12.2005 - (ots) - "Jährlich über 3.300 Todesfälle sowie vielfacher 'Plötzlicher Kindstod' in Folge von Passivrauchen allein in Deutschland sind das erschreckende Ergebnis tatenloser Politik. Statt ein konsequentes Rauchverbot in Schulen, Krankenhäusern, Gastwirtschaften und generell am Arbeitsplatz durchzusetzen, bleibt die Bundesregierung nach wie vor Schulter an Schulter mit der Zigarettenindustrie.

Wir erwarten deshalb von der neuen Bundesregierung, dass sie mit der Lobby der Tabakindustrie bricht und endlich ernst macht mit dem Gesundheitsschutz in Deutschland", appellierten die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und die Bundesärztekammer heute eindringlich an die Vertreter der Großen Koalition.

Gelegentliche Aufklärungskampagnen allein reichten nicht. Auch ständig wiederholte Appelle des Bundesgesundheitsministeriums zur Prävention seien ohne Bedeutung, wenn die Bundesregierung andererseits gegen ein europäisches Tabakwerbeverbot zu Felde ziehe, das fast alle EU-Länder unterstützen. "Rauchen gefährdet eben nicht nur die Gesundheit des einzelnen Rauchers, sondern auch die der nichtrauchenden Mitmenschen, insbesondere der Kinder.

Und es entstehen nicht nur millionenschwere Folgekosten in der gesundheitlichen Behandlung bei Passivrauchern. Es ist auch schlicht unverantwortlich gegenüber der nächsten Generation, dass Deutschland im europäischen Kontext Schlusslicht in der Raucherbekämpfung ist. Wir können nicht ständig von Effizienzreserven im Gesundheitswesen reden und dann auf Kosten der Gesundheit sparen wollen - das ist schlichtweg Ignoranz gegenüber dem medizinisch Notwendigen."

Pressekontakt:
Pressestelle der deutschen Ärzteschaft, Tel. (030) 4004 56-700 oder 0172-250 37 90 od. 0172-214 27 91

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