Baubiologie und Oekologie

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Bayreuth, 24.11.2017

 

Brummton bleibt mysteriös

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10.04.2009 - Der ominöse Brummton, der zurzeit die Dormettinger Bürger in Schach hält, bleibt weiter geheimnisvoll. Untersuchungen erbrachten kein konkretes Ergebnis.

Der gleichförmige, tieffrequente Brummton kann einem den letzten Nerv rauben. Das wissen die Betroffenen in Dormettingen, die mit dem seltsamen Geräusch zu jeder Tages- und Nachtzeit leben müssen. Nicht jeder Dormettinger hört das Brummen, wer es aber hört, wird es nicht mehr los.

Der erste Verdacht fiel auf das Zementwerk von Holcim. Doch schon bald wurde Entwarnung gegeben. Denn der Brummton hörte man nicht nur in Dormettingen und Dotternhausen. Auch einigen Weilenern, Zimmernern und Binsdorfern geht das Brummen gehörig auf die Nerven. In dieser Entfernung sind Geräusche aus dem Zementwerk aber definitiv nicht mehr zu hören.

Der Dotternhausener Zementhersteller bot sich trotzdem an, dem Brummton auf den Grund zu gehen. Mit hochempfindlichen Messgeräten rückten Experten in Dormettingen an und machten sich auf die Suche nach der lästigen Lärmquelle. Jetzt liegt die Holcim-Expertise vor, die Bürgermeister Manfred Benkendorf den Gemeinderäten in der vergangenen Ratssitzung unterbreitete.

Die Experten hätten in einem vom Brummton belasteten Haus gemessen, so Benkendorf. Parallel dazu seien Vergleichsmessungen an anderer Stelle durchgeführt worden. Die Messung habe ergeben, dass Holcim nicht verantwortlich sei für den Brummton.

Das unangenehme Geräusch sei lediglich innerhalb des Gebäudes zu hören gewesen, fasste der Dormettinger Bürgermeister das Ergebnis der Messungen zusammen. Deshalb sei es unwahrscheinlich, dass sich die Quelle des Brummtons außen befinde.

Er habe auch dem Gewerbeaufsichtsamt geschrieben, führte Manfred Benkendorf aus. Man solle möglichst versuchen, den Brummton näher einzugrenzen.

Geräusche aus dem Zementwerk gebe es zwar auch, so der Schultes, 'aber die werden von allen gehört'. Vergleichsmessungen, unter anderem in Balingen, hätten zwar stärkere Erschütterungen ergeben, die könnte man aber auf den stärkeren Verkehr zurückführen.

Bereits Anfang Februar, zu Beginn der Messungen in Dormettingen, hatte sich ein Mann aus Aschaffenburg beim ZOLLERN-ALB-KURIER gemeldet. Er wies darauf hin, dass dieser Brummton nicht nur im Oberen Schlichemtal ein Problem darstelle. In der Umgebung von Aschaffenburg kämpfe man mit demselben Phänomen - allerdings schon seit acht Jahren.

Dort gehe man davon aus, dass die Geräusche durch Mobilfunk verursacht würden. Denn, so seine Ausführungen, der Brummton sei hauptsächlich in geschlossenen Räumen zu hören. Hier würden Schwingungen erzeugt.

Diese Vermutung würde von den Dormettinger Messergebnissen durchaus bestätigt. Wissenschaftlich belegt ist diese Theorie allerdings bisher noch nicht, es gebe aber zahlreiche Initiativen in ganz Europa, die nach einer Ursache für den Brummton suchen, so der Leser aus Aschaffenburg.

Quelle: http://www.suedwest-aktiv.de/landundwelt/Hilfe/email.php?addrid=1&SWAID=bebb2a3fd6f8a6cd5b6cf2710bfe5538

Anmerkung von Baubiologie Regional:
Bitte schreiben Sie eine Email an info@baubiologie-regional.de, wenn Sie einen unbekannten Brummton in Ihrer Wohnung feststellen. Wir werden versuchen, die Meldungen bundesweit zu erfassen.