Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 24.11.2020
Baubiologisches Glossar
Begriff und Erläuterung
PAK

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sind aus mehreren "kondensierten" Benzolringen aufgebaute Verbindungen. Die für die Bewertung von PAK-Belastungen herangezogene Leitkomponente ist Benzo[a]pyren.
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sind durch industrielle und private Verbrennung und den Verkehr (z.B. im Dieselruß) überall anzutreffen, jedoch vor allem im städtischen Raum vorhanden. Eine zusätzliche Belastung, z.B. durch PAK-haltige Materialien sollte daher vermieden werden.
PAK sind in Teer- und in geringeren Mengen in Erdölprodukten enthalten. Technisch wichtig ist u.a. der Steinkohleteer, der bei der Verkokung, Schwelung und Druckvergasung der Steinkohle anfällt. Die zähflüssige Masse, der "Rohteer" ist ein kompliziertes Substanzgemisch aus einem unverdampfbaren Anteil, dem Pech, und einem verdampfbaren Anteil. Dieser verdampfbare Anteil wird, destillativ in verschiedene Fraktionen getrennt, "Teeröle" genannt, welche der Chemikalienverbotsverordnung unterliegen.
Nach Bränden können unter Umständen hohe PAK-Konzentrationen entstehen.
Verwendung: PAK-haltige Zubereitungen werden vielfach im Bereich Holzschutz ("Carbolineum") oder als Dichtmaterial im Außenbereich eingesetzt. PAK sind auch Bestandteile des Tabakrauchs und finden sich ebenfalls in Autoabgasen sowie in gegrillten bzw. geräucherten Waren. In Schlacken, welche als Füllmaterial für Zwischendecken dienen, sind PAK ebenfalls anzutreffen. Als Ausgasung gelangt der Schadstoff in die Raumluft.


 
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Aktualisiert: 22.03.2019

 


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