Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 28.11.2020
Baubiologisches Glossar
Begriff und Erläuterung
Flammschutzmittel

Flammschutzmittel
· Tris(2-chlorethyl)phosphat (TCEP),
· Tris(monochlorpropyl)-phosphat (TCPP),
· Tris(n-butyl)phosphat (TNBP),
· Triphenylphosphat (TPP),
· Tris(2-ethylhexyl)phosphat (TEHP),
· Tris(2-butoxyethyl)phosphat (TBEP)
Bei diesen Sustanzen handelt es sich um Phosphorsäureester, die als Weichmacher und Flammschutzmittel mit leicht biozider Wirkung eingesetzt werden. Verwendet werden sie in Lacken, z. B. für Holz, und in Teppichen sowie in sonstigen Kunststoffartikeln. Auch in Couchbezügen haben wir diese Verbindungen in nennenswerter Konzentration gefunden. Hier war eine Reizwirkung beim Benutzen der Couch feststellbar.
Flammschutzmittel auf Phosphorsäureesterbasis können nach unserer Erfahrung bei entsprechend sensibilisierten Personen Reizungen ähnlich denen von Formaldehyd, allergie-ähnliche Erscheinungen und andere Probleme verursachen.
Nach dem Chemikaliengesetz bzw. der Gefahrstoffverordnung ist z.B. TCEP mit dem Symbol Xn (gesundheitsschädlich) und mit den Sätzen R 22, R36/38 (gesundheitsschädlich, reizt die Augen und die Haut) zu versehen. Ob bei geringeren Konzentrationen und Dauerexposition Probleme auftreten, ist nach unseren Unterlagen nicht bekannt.
Bei sensiblen Personen können bei Auftreten dieser Verbindung Reizerscheinungen allgemeiner Art auftreten (Augenbrennen, Hals-/ Schleimhautbeschwerden, verstopfte Nase, Hautausschläge ... ). Eine Anreicherung im Organismus ist nicht zu befürchten.


 
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Aktualisiert: 06.09.2019

 


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