Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 26.09.2020
Baubiologisches Glossar
Begriff und Erläuterung
Epoxidharz

Zu 90% hergestellt durch Kondensation von Epichlorhydrin und Bisphenol, flüssige bis viskose, glasige Stoffe.

Vernetzung durch Umsetzung mit Härtern (Polyamine, Säuren: ätzende, teilweise brennbare Substanzen). Je nach Vernetzungsgrad flüssiges, breiiges oder festes Produkt. Verwendung: als Lackharze (50%), Elektroindustrie, (Zweikomponenten-) Klebstoffe, Kunststoffverstärkungen.

Technische Eigenschaften: Haftung an Werkstoffen ohne Korrosion an Metallen, widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse und Chemikalien. Produktion in der BRD 76.000 t (1985). Nach Kontakt mit E. sofort die betroffenen Stellen gründlich mit Wasser spülen!
Gesundheitsschädigung: Reizung und Sensibilisierung der Haut (Haut- und Augenkontakte (Lidödeme etc.) meiden); bei beruflicher Belastung: Rötungen, Schwellungen an ausgesetzten Körperpartien, Allergien, Reizung der Atemwege, die von den Ausgangsstoffen Epichlorhydrin, Bisphenol und Härtesubstanz herrühren.

Bei festen Harzen sind fast keine Reizwirkung und bisher keine carcinogenen Eigenschaften bei längerandauernder (beruflicher) Belastung festgestellt worden. Staubförmige E., die bei Renovierungsarbeiten auftreten können, lösen allergische Erkrankungen aus.

Lit.: J.Velvart: Toxikologie der Haushaltprodukte, Bern 1991; W.Wirth, C.Gloxhuber: Toxikologie, Stuttgart 1985

www.umweltlexikon.de


 
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Aktualisiert: 02.04.2005

 


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