Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 24.11.2020
Baubiologisches Glossar
Begriff und Erläuterung
Lasuren

Lasuren sind farblose oder leicht eingefärbte, transparente, dünne Beschichtungen mit geringer Viskosität. Die Strukturen des Untergrunds scheinen durch den Anstrich durch.

Lasierende Anstriche gibt es auf allen Untergründen, hauptsächlich aber auf Holz und Beton. Die behandelten Oberflächen bleiben diffusionsoffen.
Wegen ihrer Dünnflüssigkeit dringen Lasuren tief in den Untergrund ein. Im Außenbereich müssen Lasuren wegen der geringen Schichtdicke regelmäßig erneuert werden.

Lasuren enthalten weniger Bindemittel als Lacke. Als Bindemittel werden Kunstharze (z.B. Acrylharz) oder Naturharze verwendet. Der Lösemittelanteil liegt bei 40 - 50 %; es werden aber auch Lasuren auf Dispersionsbasis angeboten. Produkte mit weniger als 10 % Lösemittel können mit dem RAL-Umweltzeichen 12a (schadstoffarmer Lack) gekennzeichnet werden.

Problematisch bei Lasuren ist der hohe Lösemittelgehalt, v.a. die im Testbenzin enthaltenen Aromaten Toluol und Xylol.
Lasuren auf Dispersionsbasis enthalten Konservierungsstoffe und Alkali (Ammoniak und Amine).

Weitgehend umweltverträglich sind die Lasuren von Pflanzenchemieherstellern.


 
Eine Seite zurück
Aktualisiert: 26.03.2005

 


bitte teile den Inhalt dieser Seite