Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 21.09.2020
Baubiologisches Glossar
Begriff und Erläuterung
Linoleum

Linoleum besteht hauptsächlich aus oxidativ polymerisiertem Leinöl, Baumharzen (Kolophonium), Kork (Natur)- und Holzmehl, Titanoxid, Farbstoffen und Jutegewebe.

Das Jutegewebe, welches eine robuste Trägerschicht darstellt, wurde früher mit einem Fäulnis-Schutzanstrich versehen, der heute aber nicht mehr verwendet wird. Vorteile sind vor allem die Widerstandsfähigkeit gegenüber Ölen, Fetten und Teer.

Linoleum ist antistatisch und wirkt gegen diverse Mikroorganismen leicht fungizid und bakteriostatisch. Ursache dieser Wirkung ist die permanente Emission von geringen Mengen verschiedener Aldehyde (Hexanal, Acrolein, Acetaldehyd etc.) die aus der praktisch nie endenden Leinölautoxidation an der Luft stammen oder Reste der Oxidationsreaktion im Herstellprozess ("Reifeprozess") sind.

Sie bestimmen den typischen Linoleumgeruch und können bei empfindlichen Personen nachweislich Schleimhautreizungen und Allergien auslösen. Die Bildung dieser Chemikalien hat auch dazu geführt, dass Linoleum lange als bevorzugter Bodenbelag in Gebäuden mit erhöhten Hygieneanforderungen verwendet wurde, weil man annahm, zusätzliche Desinfektionsmaßnahmen einsparen zu können.

Linoleum ist schwer bis normal entflammbar und erreicht im europäischen Brandschutzklassifizierungssystem in der Regel die Klasse C-fl und liegt damit eine Klasse unter anderen elastischen Belägen. Auch ist Linoleum nicht sehr punktlastresistent und nicht für den Einsatz in Feuchträumen geeignet. Außerdem ist Linoleum sehr empfindlich gegen Alkalien und wird von diesen chemisch abgebaut.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Linoleum



 
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Aktualisiert: 29.08.2009

 


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