Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 18.12.2017
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Frage und Antwort:
Wie steht es um die Weiterentwicklung des „Salzburger Modells" ?

Antwort:

Das Salzburger Modell schien sich einige Monate als Hoffnungsträger für viele Mobilfunkinitiativen in Europa zu erweisen. Immerhin konnte in partnerschaftlichen Verhandlungen mit zwei von insgesamt vier Netzbetreibern die Einhaltung eines Grenzwertes von 1 mW/m2 für gepulste Strahlung erreicht werden. In einem „gentlemen agreement" mit allen Netzbetreibern versuchte die Stadt Salzburg im Jahr 2000 und 2001 eine generelle Minimierung der Strahlenbelastung zu erreichen.

Im Herbst 2001 kam es jedoch zum Bruch, als die Firma Maxmobil Mobilfunkstandorte beantragte, bei denen Emissionen weit über dem vereinbarten Grenzwert in Summe zu erwarten waren. Der von der Stadtregierung abgelehnte Antrag wurde schliesslich von der Magistratsdirektion der Stadt Salzburg doch genehmigt. Damit war das Salzburger Modell praktisch ausser Kraft gesetzt.

Um dennoch eine Weiterentwicklung des Salzburger Modells zu ermöglichen, werden jetzt epidemiologische Studien durchgeführt. In Vorbereitung ist eine Fall-Kontroll-Studie zu Risikofaktoren für Leukämie, Lymphome und Hirntumore. Dabei sollen etwa 250 Fälle und eine gleich grosse Anzahl von Kontrollen untersucht werden.

[Dr. med. Gerd Oberfeld ]


 
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Aktualisiert: 30.04.2003