Baubiologie und Oekologie

Gesundes Bauen und Wohnen

Bayreuth, 14.12.2017
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Frage und Antwort:
Welche DIN-Normen gibt es im Bereich Lehmbau ?

Antwort:

DIN 18945 Lehmbausteine
Legt die Begriffe, Anforderungen und Prüfverfahren für im Werk hergestellte Lehmsteine fest. Für die Anwendung gelten die Lehmbau-Regeln. Diese Norm gilt nicht für stabilisierte Lehmsteine.

DIN 18946 Lehmmauermörtel
Legt Begriffe, Anforderungen und Prüfverfahren für im Werk hergestellte Lehmmauermörtel (Lehmwerkmörtel) zur Herstellung von tragendem und nichttragendem Lehmsteinmauerwerk fest. Für die Anwendung von Lehmmauermörtel gelten die Lehmbau-Regeln. Diese Norm gilt nicht für stabilisierte Lehmmauermörtel.

DIN 18947 Lehmputzmörtel
Legt Begriffe, Anforderungen und Prüfverfahren für im Werk hergestellte Lehmputzmörtel (Lehmwerkmörtel) zum Verputzen von Wänden und Decken im Innen- und witterungsgeschützten Außenbereich fest. Lehmputzmörtel können im Außenbereich unter Umständen auch als Unterputz von witterungsbeständigem Oberputz eingesetzt werden. Die Norm gilt für Lehmputzmörtel mit Auftragsdicken von mindestens 3 mm. Die Norm gilt nicht für Lehmdünnlagenbeschichtungen mit Auftragsdicken von weniger als 3 mm Dicke. Für die Anwendung von Lehmputzmörtel gelten die Lehmbau-Regeln sowie das Technische Merkblatt TM01 des Dachverbandes Lehm e. V. Diese Norm gilt nicht für stabilisierte Lehmputzmörtel.

Tipp für Planung und Ausführung: Wenn sich der Planer oder die ausführende Firma über das Verhalten des Fertigbaustoffes Lehm nicht im klaren ist, sollte vom Hersteller eine schriftliche Bestätigung der zugesagten Eigenschaften angefordert werden. Handelt es sich um ein neues Produkt, sollte der Hersteller Referenzen vorweisen.

 
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Aktualisiert: 02.06.2014