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Altershausen - beispielhafte ökologische
Dorferneuerung |
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Das Leitbild für die Dorferneuerung stand und steht noch unter dem Motto
"Ökologische Gemeinschaft - gemeinschaftliche Ökologie". Im Hinblick auf ein
"reifes" Ökosystem hat der 290 Seelen-Ort schon viel erreicht. Der kleine Ort
kann heute die Früchte der gemeinschaftlichen Planung und Umsetzung innerhalb der
Dorfgemeinschaft ernten und als Vorbild für andere Gemeinden gelten.
Bitte stellen Sie weitere gelungene Projekte der Dorf- oder Stadterneuerung im Forum Baubiologie
vor oder nehmen Sie per Email oder telefonisch unter 0921-7412744 Kontakt mit uns auf.
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Altershausen liegt in
Bayern - innerhalb der Region Main-Rhön, einem Gebiet, dessen Struktur zur
Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig gestärkt werden soll. Der Ort
am Rande des Haßbergtraufs hat etwa 290 Einwohner. Seit der Gemeindegebietsreform 1978
ist Altershausen einer von 12 Ortsteilen der Stadt Königsberg in Bayern. Bedingt durch
den Verlust örtlicher Infrastruktureinrichtungen wie Schule, Wirtshaus und
Lebensmittelläden nimmt der Mobilitätszwang zu. Gleichzeitig besteht durch den
Funktionsverlust "Arbeit" im Dorf die Gefahr, den dörflichen Zusammenhalt und
die dörfliche Identität zu verlieren. Altershausen konnte durch mehrere verzahnte
Projekte und die damit verbundene starke Einbindung der Bevölkerung dem drohenden
Identitätsverlust wirksam begegnen. |
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Die Biomasse-Heizanlage versorgt
mit Nahwärme über zwei Drittel des Altdorfes, das gegenwärtig entstehende Neubaugebiet
und das kürzlich fertiggestellte Gewerbegebiet. Als Brennstoff werden Ganzpflanzen,
Stroh, Gräser sowie Hackschnitzel und Reststoffe der Land- und Forstwirtschaft
eingesetzt. Der Biomassebedarf zur Grundlastversorgung beträgt 650 bis 700 Tonnen. Der
wassergekühlte Tunneldurchbrandofen ist gut für den Mischbetrieb Stroh-Häckselgut
geeignet.
Durch das Biomasse-Heizwerk können jährlich 170.000 bis 200.000 Liter Heizöl
eingespart werden. Dadurch verringert sich der CO2-Ausstoss um 400 t pro Jahr. Die
Spitzenlast im Endausbau beträgt 1.684 kW, die notwendige Mindestkesselleistung ist 1.100
kW. |
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Die Pflanzenkläranlage ist
ein Gemeinschaftswerk von Planern, Behörden und der Dorfgemeinschaft von Altershausen.
Die Kläranlage wurde auf 400 Einwohnergleichwerte ausgelegt. Bei einem Bedarf von 10 m2
je Einwohner ergibt sich eine erforderliche Beetfläche von 4.000 m2. Das anfallende
häusliche Schmutz- und Regenwasser wird nach der Vorreinigung im Vorklärbecken auf sechs
Beete verteilt. Der mit Schilf gewachsene Bodenkörper wirkt dabei als Filter. Die
Altershäuser haben tatkräftig zusammengearbeitet und die Wurzelraumkläranlage in
Eigenleistung bepflanzt. Die Herstellungskosten für die Anlage beliefen sich auf rund 0,55
Mio. Euro. |
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Das ökologische Baugebiet
"An den Röthen" umfaßt 2,3 ha und grenzt im Norden und Westen an die freie
Flur, im Osten vollständig an die bebaute Ortslage.
Grundsätzlich sollten zwei Bedingungen gelten: Anschluss an das Nahwärmenetz und
die Verwendung von ökologischen Baustoffen. Da weitreichende ökologische Festsetzungen
im Bebauungsplan rechtlich kaum möglich sind, wurden Konkretisierungen zwischen der Stadt
und den Bauherren privatrechtlich geregelt. Jeder Bauherr hinterlegt 15 T-EUR
Bankbürgschaft, die durch erledigte Baumassnahmen anhand einer Positivliste wieder
abgelöst werden kann. > siehe Positivliste |
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Ökologische
Gewerbeansiedlung - Willkommen bei der Firma Benkert
Der bisherige Firmensitz war ein großer Gutshof, der mit hohem Einsatz komplett
renoviert wurde. Aus den alten Sandsteingemäuern konnten die Firmeninhaber erfahren, wie
Langlebigkeit von Gebäuden entstanden ist und heute noch entsteht. Die anstehende
Erweiterung der Produktionsfläche machte ein Absiedeln aus dem Naturschutzgebiet
notwendig. Der neuen Produktionshallen sind energetisch optimiert und nach dem
Gewächshausprinzip mit einer Glaskonstruktion als Energiefalle überdacht. Das Gebäude
gewinnt vorallem in der kalten Jahreszeit viel solare Energie. |
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