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Aus großer Sorge um die Gesundheit unserer
Mitmenschen wenden wir uns als niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aller
Fachrichtungen speziell der Umweltmedizin, an die Ärzteschaft, an
Verantwortliche in Gesundheitswesen und Politik sowie an die Öffentlichkeit.
Wir beobachten in den letzten Jahren bei unseren
PatientInnen einen dramatischen Anstieg schwerer und chronischer Erkrankungen,
insbesondere
Lern-, Konzentrations- und Verhaltensstörungen
bei Kindern (z.B. Hyperaktivität)
Blutdruckentgleisungen, die medikamentös immer
schwerer zu beeinflussen sind
Herzrhythmusstörungen
Herzinfarkte und Schlaganfälle immer jüngerer
Menschen
hirndegenerative Erkrankungen (z.B. Morbus
Alzheimer) und Epilepsie
Krebserkrankungen wie Leukämie und Hirntumore
Wir beobachten außerdem ein immer
zahlreicheres Auftreten von unterschiedlichen, oft bei Patienten als psychosomatisch
fehlgedeuteten Störungen wie
Kopfschmerzen und Migräne
chronische Erschöpfung
innere Unruhe
Schlaflosigkeit und Tagesmüdigkeit
Ohrgeräusche
Infektanfälligkeit
Nerven- und Weichteilschmerzen, die mit
üblichen Ursachen nicht erklärlich sind um nur die auffälligsten Symptome zu nennen.
Da uns Wohnumfeld und Gewohnheiten
unserer Patienten in der Regel bekannt sind, sehen wir, speziell nach gezielter Befragung,
immer häufiger einen deutlichen zeitlichen und räumlichen Zusammenhang zwischen dem
Auftreten dieser Erkrankungen und dem Beginn einer Funkbelastung z.B. in Form einer
Wir können nicht mehr an ein rein
zufälliges Zusammentreffen glauben, denn:
zu oft beobachten wir eine auffällige Häufung
bestimmter Krankheiten in entsprechend funkbelasteten Gebieten oder Wohneinheiten,
zu oft bessert sich die Krankheit oder
verschwinden monate- bis jahrelange Beschwerden in relativ kurzer Zeit nach Reduzierung
oder Eliminierung einer Funkbelastung im direkten Umfeld des Patienten,
zu oft bestätigen zudem baubiologische
Messungen außergewöhnlicher elektromagnetischer Funkintensitäten vor Ort unsere
Beobachtungen.
Aufgrund unserer täglichen Erfahrungen halten wir die 1992 eingeführte und inzwischen
flächendeckende Mobilfunktechnologie und die seit 1995 käuflichen Schnurlostelefone nach
DECT-Standard für einen der wesentlichen Auslöser dieser fatalen Entwicklung! Diesen
gepulsten Mikrowellen kann sich niemand mehr ganz entziehen. Sie verstärken das Risiko
bereits bestehender chemischer und physikalischer Umwelteinwirkungen, belasten zusätzlich
die Immunabwehr und können die bisher noch ausgleichenden Gegenregulationsmechanismen zum
Erliegen bringen. Gefährdet sind besonders Schwangere, Kinder, Heranwachsende,
alte und kranke Menschen.
Unsere therapeutischen Bemühungen um die
Wiederherstellung der Gesundheit bleiben immer häufiger ohne Erfolg. Denn das
ungehinderte Eindringen der Dauerstrahlung in Wohn- und Arbeitsbereiche, speziell in
Kinder- und Schlafzimmer, die wir als äußerst wichtige Orte der Entspannung,
Regeneration und Heilung ansehen, verursacht pausenlosen Stress und verhindert eine
grundlegende Erholung des Kranken.
Angesichts dieser beunruhigenden Entwicklung
sehen wir uns verpflichtet, unsere Beobachtungen der Öffentlichkeit mitzuteilen,
insbesondere nachdem wir hörten, dass deutsche Gerichte eine Gefährdung durch Mobilfunk
als "rein hypothetisch" betrachten (siehe Urteil des Verwaltungsgerichtshofs
Mannheim vom Frühjahr 2002).
Was wir in
unserem Praxisalltag erleben ist alles andere als hypothetisch ! Wir sehen die
steigende Anzahl chronisch Kranker auch als Folge einer unverantwortlichen
Grenzwertpolitik, die, anstatt den Schutz der Bevölkerung vor den Kurz- und besonders
Langzeitauswirkungen der Mobilfunkstrahlen zum Handlungsmaßstab zu nehmen, sich dem
Diktat einer längst hinreichend als gefährlich erkannten Technologie unterwirft. Es ist
für uns der Beginn einer sehr ernst zu nehmenden Entwicklung, durch welche die Gesundheit
vieler Menschen bedroht wird.
Wir lassen uns nicht länger vertrösten auf
weitere, irreale Forschungsergebnisse, die erfahrungsgemäß oftmals von der Industrie
beeinflusst werden, während beweiskräftige Untersuchungen ignoriert werden.
Wir halten es für dringend erforderlich, jetzt
zu handeln!
Als ÄrztInnen sind wir vor allem Anwälte
unserer PatientInnen. Im Interesse aller Betroffener, deren Grundrecht auf Leben und
körperliche Unversehrtheit derzeit aufs Spiel gesetzt wird, appellieren wir an
die Verantwortlichen in Politik und Gesundheitswesen.
Unterstützen Sie mit Ihrem ganzen
Einfluss unsere Forderungen:
neue gesundheitsverträgliche
Kommunikationstechniken mit interessenunabhängiger Abwägung der Risiken speziell vor
deren Einführung und als Sofortmaßnahmen und Übergangsregelung
Massive Reduzierung der Grenzwerte,
Sendeleistungen und Funkbelastungen auf ein biologisch vertretbares Maß speziell in
Schlaf- und Regenerationsbereichen
Kein weiterer Ausbau der Mobilfunktechnologie,
damit die Strahlungsbelastung nicht noch um ein Vielfaches zunimmt
Mitspracherecht der Bevölkerung und der
Gemeinden bei der Standortplanung der Antennen, was für eine Demokratie
selbstverständlich sein sollte
Aufklärung der Bevölkerung und speziell der
Handynutzer über die Gesundheitsrisiken elektromagnetischer Felder und somit bewussterer
Umgang, Handyverbot für Kinder und Nutzungseinschränkung für Jugendliche
Verbot der Handybenutzung in Schulen,
Krankenhäusern, Altenheimen, Veranstaltungsstätten öffentlichen Gebäuden und
Verkehrsmitteln analog dem Rauchverbot
Handy- und mobilfunkfreie Zonen analog
autofreien Bereichen
Überarbeitung des DECT-Standards für
Schnurlos- Telefone mit dem Ziel, die Strahlungsintensität zu reduzieren und auf die
tatsächliche Nutzungszeit zu begrenzen sowie die biologisch kritische Pulsung zu
vermeiden.
Industrie-unabhängige Forschung endlich unter
Einbeziehung der reichlich vorhandenen kritischen Forschungsergebnisse und unserer
ärztlichen Beobachtungen.
Quelle: www.igumed.de/apell.html
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