| Der Holzhausbau erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Nicht
zuletzt deshalb, weil es sich hierbei um einen ökologischen Baustoff handelt, der somit
praktisch unbegrenzt vorhanden ist. Dies ist vorallem in Oberfranken leicht
nachvollziehbar, da es sich um eine stark bewaldete Region handelt. Allerdings ist es falsch anzunehmen, dass das Bauen mit Holz
schon allein ein Bezug zur Regionalentwicklung ist. Der mit Abstand größte Teil unseres
qualitativ hochwertigen Holzes wird aus unserer Region wegverkauft.
Die Wiederbelebung des Holzhausbaues hat seine Wurzeln in
Skandinavien und Nordamerika. Dort werden 90 % aller Wohnbauten aus Holz gefertigt. Diese
Länder liefern allerdings nicht nur anregende Beispiele und ihr "know how"
sondern auch den Rohstoff Holz selbst, Plattenwerkstoffe und komplette Häuser zu uns. Der
günstige Rohstoffpreis macht dies möglich.
Wer nicht ohnehin schon z.B. ein "Schwedenhaus"
kauft, ersteht in aller Regel unbewusst Furnierholzplatten, genannt BFU aus Amerika, OSB
aus Schottland und verleimte Holzstücke und Balken aus den nord- und osteuropäischen
Regionen. Dies hat für den Verarbeiter den Vorteil, dass dort Kurzholz zu langen Balken
von 12 bis 16 m verleimt wird. So kann die bei uns erforderliche Bedarfslänge ohne
Verschnitt gekappt werden. Ebenso entfallen größere Lagerhaltungsposten. Eine sofortige
Zugriffsmöglichkeit ohne große Vorplanung ist möglich.
Der Grund, weil sich hier viele Zimmereien dieses verleimten,
trockenen Fremdholzes bedienen, ist nicht allein der Bequemlichkeit des Unternehmers
zuzuschreiben. Vielmehr tragen Architekten und Bauherren dazu bei, indem sie heute
das benötigte Holz bestellen und schon morgen ihr Haus mit trockenem Holz aufrichten
wollen. Durch die langen Tranportwege wird dieser von Grund auf ökologische
Baustoff letztlich dann zu einem Energieverschwender.
Bei Einsatz von verleimtem Holz, hauptsächlich bei
Sichtbalken von Decken und im Dachbereich, ist das Fehlen der Ganzheitlichkeit des Holzes
unbestritten. Hierbei muss man sich die Frage stellen, warum ein Baumstamm von 15 bis 20
Meter Länge auf 4 bis 5 Meter gekürzt wird, um ihn daraufhin zu 12 bis 16 Meter langen
Stangen zu verleimen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Holzmaserung an den Stossstellen
optisch nicht zusammenpasst.
Damit unser gutes Holz in der Region bleibt und somit nicht
nur die Existenz von kleineren Sägewerksbesitzern gesichert ist, sondern auch die der
Weiterverarbeiter wie Zimmerleute und Schreiner, ist es notwendig, dass der Endverbraucher
regionales Holz fordert. Allein der Hinweis "Deutsche Fichte" reicht nicht aus.
Sinnvoll ist es, einen Herkunftsnachweis über das verarbeitete Holz zu verlangen
und sich direkt bei den Sägewerken zu informieren.
Natürlich gibt es Holzbauer, die Material ausschließlich
aus der Region beziehen. Diese Firmen fügen getrocknetes, rissarmes und
wintergeschlagenes Vollholz zu einer einzigartigen Gesamtkonstruktion zusammen. Durch
direkte Kontakte und kurze Transportwege wird diese ökologisch sinnvolle Wertarbeit
erschwinglich. Hervorzuheben ist bei der Vorgehensweise dieser Firmen allerdings, dass die
Hausbaukosten direkt in das Bauwerk und dessen Wert einfließen und nicht größtenteils
an Vertreterprovisionen und Holztransportkosten verschwendet wird.
Zuletzt spricht noch die hohe Gewährleistungszeit
von 10 Jahren auf die Konstruktion von einheimischen chemisch unbehandeltem Holz
für sich. Das Holzhaus kann aufgrund größter Passgenauigkeit innerhalb weniger Tage
aufgerichtet werden.
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