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Propagandamaschinerie der Mobilfunkbetreiber verhindert Grenzwertsenkung in Liechtenstein
Das Initiativbegehren zur Abänderung des Umweltschutzgesetzes wurde mit 6765 Ja gegen 5102 Nein in allen elf Gemeinden angenommen. Der Ja-Stimmenanteil lag bei 57 Prozent, die Wahlbeteiligung betrug 66 %, teilte das Presse- und Informationsamt am Sonntag in Liechtenstein mit. Damit wurde der frühere Parlamentsentscheid umgestoßen: Der Landtag hatte im Mai 2008 beschlossen, dass die Mobilfunkgrenzwerte von sechs Volt pro Meter (V/m) auf 0,6 V/m bis zum Jahr 2013 zu senken sind.

«Die gigantische Propagandamaschinerie welche die Mobilfunkbetreiber und die Wirtschaftsverbände in Gang gesetzt hatten, ließ ein solches Resultat erwarten», erklärte Hans-Ulrich Jakob von Gigaherz.ch, der Interessengemeinschaft Elektrosmog-Betroffener.

Er will aber an den Zielen festhalten und verwies auf die parlamentarische Initiative des Grünen Waadtländer Nationalrats Christian van Singer. Diese sieht unter anderem vor, den lokalen Gemeinwesen die Möglichkeit zu geben, Quartiere mit schwacher elektromagnetischer Strahlung einzuplanen. Dort sollen die Höchstwerte zehn Mal tiefer sein als derzeit vorgesehen. Der Verein will das Anliegen mit einer landesweiten Unterschriftensammlung unterstützen.

Nähere Infos unter
http://gigaherz.ch/pages/posts/liechtenstein-wirtschaftsmacht-gewinnt-gesundheit-bleibt-auf-der-strecke1557.php
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